"Aus tiefstem Herzen": Teresa Enke schreibt bewegenden Brief
zuletzt aktualisiert: 27.11.2009 - 14:45Hannover (RPO). Nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke hat sich dessen Ehefrau Teresa für die öffentliche Anteilnahme bedankt. "In den schweren Stunden des Abschieds durfte ich noch einmal erfahren, wie viel ehrende Zuneigung, Achtung und Respekt Robert entgegengebracht wurde", schreibt die 33-Jährige im Stadionheft des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 zum Heimspiel gegen Bayern München am kommenden Sonntag (17.30 Uhr/Live-Ticker).
"Eigentlich fehlen mir die Worte für die unglaubliche Anteilnahme am Tod meines Mannes. Ich habe mir in den letzten Tagen oft gewünscht, er wäre sich der Außmaße Eurer Wertschätzung seines Lebens bewusst gewesen. Vielleicht hätte ihn das Wissen darum sogar zu dem öffentlichen Schritt in eine Klinik bewegen können", heißt es in den bewegenden Worten weiter.
Robert Enke beging am 10. November aufgrund von Depressionen Selbstmord. Eine stationäre Behandlung seiner Krankheit hatte der Torhüter aus Angst vor der öffentlichen Reaktion gescheut. Auf seinen Tod war bundesweit mit großem Entsetzen reagiert worden.
In Hannovers WM-Arena hatte am 15. November eine der größten Trauerfeiern in der Geschichte der Bundesrepublik stattgefunden. Neben rund 35.000 Fans verabschiedeten sich damals DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, die deutsche Nationalmannschaft um Kapitän Michael Ballack und Bundestrainer Joachim Löw sowie weitere hochrangige Vertreter aus Bundesliga und Politik von Enke.
"Allen, die durch ihr Engagement dazu beigetragen haben, dass die letzten Tage so geordnet ablaufen konnten, möchte ich meinen herzlichsten Dank ausdrücken", erklärte Teresa Enke: "Die Entscheidung für eine öffentliche Trauerfeier und die damit einhergehende Respektierung der Beisetzung im Kreis der Familie und engsten Freunde hat uns den privaten Teil des Abschieds, der Roberts Familie und mir sehr wichtig war, erst ermöglicht."
Hannover 96 wird in Gedenken an den verstorbenen Keeper bis zum Saisonende mit Sondertrikots auflaufen und die Rückennummer des Schlussmanns als kleine , schwarzumrundete "1" im Brustbereich auf den Hemden tragen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) gab inzwischen auch grünes Licht für einen Verkauf der Trikots an die Fans. Die Erlöse sollen an die zu gründende Robert-Enke-Stiftung fließen.
Die bewegende Trauerfeier für Robert Enke hat bei den internationalen Medien ein großes Echo ausgelöst. mehr
"Der Prozess der Trauer ist noch nicht abgeschlossen. Aber wir sind auf einem guten Weg. Das heißt aber nicht, dass wir Robert vergessen werden", sagte 96-Trainer Andreas Bergmann, der mit seiner Mannschaft bereits bei der 0:2-Niederlage bei Schalke 04 am vergangenen Samstag den Weg zurück in den Alltag gesucht hatte.
Der Brief im Wortlaut:
Liebe "96er",
liebe Verantwortliche, Mitarbeiter, Fans und Freunde von Hannover und Hannover 96,
Eigentlich fehlen mir die Worte für die unglaubliche Anteilnahme am Tod meines Mannes. In den schweren Stunden des Abschieds durfte ich noch einmal erfahren, wie viel ehrende Zuneigung, Achtung und Respekt Robert entgegengebracht wurde. Ich habe mir in den letzten Tagen oft gewünscht, er wäre sich der Ausmaße eurer Wertschätzung Zeit seines Lebens bewusst gewesen. Vielleicht hätte ihn das Wissen darum sogar zu dem öffentlichen Schritt in eine Klinik bewegen können. Ich danke den vielen Fans und Freunden für die Form dieser gemeinsamen Trauer.
Dankbar bin ich aber auch seinem Verein Hannover 96 für die sehr einfühlsame Trauerfeier, die in kürzester Zeit organisiert und realisiert wurde. Allen, die durch ihr Engagement dazu beigetragen haben, dass die letzten Tage so geordnet ablaufen konnten, möchte ich meinen herzlichsten Dank ausdrücken, exemplarisch der Verwaltung der Stadt Hannover, den Mitarbeitern von Hannover 96, den Ordnungskräften der regionalen Polizei im Stadion und auf den Zufahrtswegen, sowie rund um die Beisetzung, den Ordnungskräften von Hannover 96, der freiwilligen Feuerwehr und allen anderen Freunden und Helfern.
Die Entscheidung für eine öffentliche Trauerfeier und die damit einhergehende Respektierung der Beisetzung im Kreis der Familie und engsten Freunde hat uns den privaten Teil des Abschieds, der Roberts Familie und mir sehr wichtig war, erst ermöglicht.
Für Ihre / Eure Hilfe und Anteilnahme, die vielen persönlichen Worte, die unzähligen Gesten und die pietätvolle Zurückhaltung in unserer gemeinsamen Trauer bedanke ich mich aus tiefstem Herzen.
Ich möchte abschließend meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass das Zusammenrücken in der Stadt und im Verein möglichst lange anhalten möge. Das ist es, was auch Robert vorrangig am Herzen gelegen hätte!
In tiefer Verbundenheit,
Teresa Enke
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sonst würden sie ihren Müll hier nicht öffentlich posten
Ihre dummen Kommentare sind peinlich, sie wissen offensichtlich nichts über die Krankheit Depression. Da kann man sich nicht ''kümmern'', da hilft es nicht, die Socken rauszulegen, das Essen...
''Menschen'' wie ''hertie'' haben nicht verstanden, was krankhafte Depressionen sind. Da geht es nicht drum, dass eine treu sorgende Hausfrau ihrem Mann die Bütterchen schmiert
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