Augsburg empfängt Nürnberg: Abstiegsduell "wird kein Leckerbissen"
zuletzt aktualisiert: 12.02.2012 - 14:27Augsburg (RPO). Augsburg und Nürnberg trennen geographisch 121 Kilometer Luftlinie, in der Bundesliga sind es nur vier Punkte. Beide Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg und sind sich der Bedeutung ihres Duells am Sonntag bewusst.
Schon der Blick auf die Tabelle verrät, um was es geht. FC Augsburg gegen 1. FC Nürnberg, das ist eines dieser Spiele, in denen angeblich sechs Punkte vergeben werden. Das ist, rein mathematisch betrachtet, selbstverständlich grober Unfug, es unterstreicht allenfalls die Bedeutung des Aufeinandertreffens am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr/Live-Ticker).
"Wenn wir auf die Tabelle sehen", sagt der Augsburger Angreifer Torsten Oehrl, "wissen wir genau, wie wichtig dieses Spiel ist." Die Tabelle: Augsburg hat 17 Punkte und liegt auf einem Abstiegsplatz - Nürnberg hat 21 Punkte und liegt knapp vor einem Abstiegsplatz. Es geht also um viel im Kampf gegen den Abstieg, die drei Punkte gehören zur Kategorie "besonders wertvoll".
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Augsburg: Jentzsch - Verhaegh, Callsen-Bracker, Langkamp, de Jong - Baier, Hosogai - Ndjeng, Oerl, Koo - Mölders. - Trainer: Luhukay
Nürnberg: Schäfer - Feulner, Maroh, Wollscheid, Hlousek - Cohen, Simons - Hegeler, Didavi, Eigler - Pekhart. - Trainer: Hecking
Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)
"Müssen das Spiel gewinnen"
"Wir brauchen die drei Punkte, um den Anschluss zu bekommen", sagt der Augsburger Trainer Jos Luhukay, und diesmal täten die drei Punkte eben ganz besonders gut: "Wir treffen wieder mal auf eine Mannschaft, die in greifbarer Nähe ist." Der erste Sieg in der Rückrunde soll her, und "im Prinzip", betont Luhukay, "ist alles darauf gerichtet, dass wir das Spiel gewinnen müssen."
In Nürnberg sind sie um Gelassenheit bemüht. "Es ist eines von noch 14 Spielen", erklärt Sportdirektor Martin Bader, "es ist grundsätzlich wichtig zu punkten, egal in welchem Spiel." Doch der besonderen Bedeutung dieses ersten von noch 14 Spielen ist auch er sich bewusst: "Sie werden alles hineinwerfen und versuchen, uns richtig mit reinzuziehen", ahnt Bader.
Augsburg, das betont auch der Nürnberger Trainer Dieter Hecking, "kann mit einem Remis nicht leben, die müssen unbedingt gewinnen." Auch seine Mannschaft aber wisse "um die Wichtigkeit dieses Spiels", das ergebe sich schon "aus der Tabellensituation". Und aus der Tabellensituation schließt Hecking auch: "Das wird kein Leckerbissen werden", sondern Kampf "um jeden Meter".
Der Augsburger Sebastian Langkamp hat dagegen tatsächlich ein "Feuerwerk" versprochen, was sehr mutig ist, schließlich weist die Tabelle auch aus, dass Augsburg in 20 Spielen erst 19 Tore erzielt hat. Mehr sind auch Nürnberg nicht gelungen. "Wir wollen viele Torchancen und Tore", sagt Luhukay, Hecking fordert von seiner Mannschaft "eine Steigerung im Spiel nach vorne".
"Maximale Unterstützung" der Augsburger Fans
Der FCA hat in den vergangenen beiden Spielen immerhin vier Tore erzielt, gegen Kaiserslautern sowie in Hoffenheim dann aber jeweils nur 2:2 gespielt. Der Club dagegen verlor in Hannover 96 (0:1) und gegen Dortmund (0:2). "Das kann ein Vorteil sein für uns", behauptet Luhukay, zumal: "Das Stadion ist ausverkauft, und wir werden die maximale Unterstützung bekommen."
Gäben sie beim 1. FC Nürnberg etwas auf Statistik, sie könnten beruhigt sein. Seit mehr als 35 Jahren haben die Franken nicht mehr gegen die Schwaben verloren. Allerdings waren die Aufeinandertreffen auch nicht gerade zahlreich. In der Relegation 2010 jedenfalls vermied der Club mit zwei Siegen den Abstieg, gewann auch das Hinspiel nach dem Aufstieg der Augsburger im August 2011.
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