Unstimmigkeiten im Fall Daems: Abweichungen bei Gladbachs Kopie
zuletzt aktualisiert: 07.03.2009 - 15:15Mönchengladbach (RPO). Das in einigen Medien veröffentlichte Protokoll über eine Doping-Kontrolle des Gladbacher Kapitäns Filip Daems stimmt nicht mit der Kopie des Bundesligisten überein. Dies sagte Borussias Pressesprecher Markus Aretz unserer Redaktion.
Worin die Abweichungen zwischen dem Protokoll in den kursierenden Medienberichten und den Unterlagen des Bundesligisten bestehen, konnte unmittelbar vor dem Borussen-Match gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr/LIVE-Ticker) noch nicht gekärt werden.
Am Morgen hatte es Berichte über eine Verspätung von Gladbachs Kapitän bei einer Doping-Kontolle am 26. Oktober 2008 gegeben. Der Spieler bestätigte gegenüber den Klub-Offiziellen, dass er zum Zeitpunkt der damaligen Trainingskontrolle nicht genug Wasser lassen konnte und sich mit Erlaubnis des Kontrolleurs zunächst zur Massage begeben habe.
In diversen Medien war von einer letztendlichen Daems-Verspätung von 45 Minuten die Rede gewesen. Gladbachs Doping-Beauftragter Michael Risse relativierte diesen Zeitraum auf Anfrage unserer Redaktion ein wenig und sprach von höchstens 40 Minuten.
Der Kontrolleur, die beiden kontrollierten Spieler Daems und Karim Matmour sowie die zuständigen Borussia-Offiziellen Risse und Dirk Müller hatten damals mit ihren Unterschriften den ordnungsgemäßen Ablauf der Kontrolle bescheinigt. Daems erhielt wie üblich eine Kopie des Protokolls, die beim Verein abgeheftet wurde.
Fehlverhalten auf Seiten von Daems macht Aretz nicht aus. "Jeder, der mal Sport betrieben hat, weiß, dass man nicht nach jedem Training sofort pinkeln kann", sagte der Pressesprecher. "Daems hatte die Erlaubnis des Kontrolleurs, die Probe später abzugeben."
Die für die Trainingskontrollen zuständige Firma PWC hatte eingeräumt, der Kontrolleur habe das Protokoll nicht an die Nada weitergegeben. Laut eines Artikels der "Bild-Zeitung" ist er bereits vom Unternehmen entlassen worden.
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