Attacke gegen Bayern-Fans: Als Uli Hoeneß der Kragen platzte
zuletzt aktualisiert: 27.11.2009 - 14:41München (RPO). Eigentlich ging es bei der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München vor gut zwei Jahren harmonisch zu. Karl-Heinz Rummenigge entschuldigte sich für seine Kritik bei Trainer Ottmar Hitzfeld, die Bilanz der Süddeutschen konnte sich einmal mehr sehen lassen. Am Ende aber gab es doch noch den großen Knall.
Wir erinnern uns... Manager Uli Hoeneß war einmal mehr der Kragen geplatzt. Einige anwesende Fans kritisierten die schlechte Stimmung in der geräumigen Allianz-Arena und machten die vielen Logenplätze dafür verantwortlich. Das brachte Hoeneß auf die Palme.
"Das ist populistische Scheiße, was ihr hier erzählt. Dann müsst ihr euch einen anderen Verein suchen", lederte der Manager los. Einmal in Rage, hörte Hoeneß gar nicht mehr auf zu schimpfen: "Für die Stimmung im Stadion seid ihr doch verantwortlich."
Das Fass zum Überlaufen brachte dann aber ausgerechnet ein Fan des Bayern-Erzfeindes 1860 München. Dieser lobte die Atmosphäre bei den "Löwen". Eine Aussage, die Hoeneß völlig aus der Fassung brachte. "Hört auf, zu erzählen, bei 1860 ist alles besser. Da ist gar nichts besser, der Verein ist praktisch pleite und wir haben ihn am Leben erhalten", grantelte der 55-Jährige.
Doch was kritisierten die Fans eigentlich an der Allianz-Arena? Vor allem die Zuschauer, die sich die Heimauftritte der Bayern in den VIP-Logen anschauen, wenig Ahnung vom Fußball an sich haben und nichts zur Stimmung beitragen.
Hoeneß konterte die Kritik lautstark: "Wer glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid? Dass ihr uns dafür kritisiert, dass wir uns dafür den Arsch aufreißen, dieses Stadion hinzustellen? Das ist mit sieben Euro aus der Südkurve nicht zu refinanzieren." Nach dem Wutausbruch verstummten die Mitglieder. Nur allzu verständlich.
Dass es diesmal ähnlich spektakulär zugeht, ist nicht zu erwarten. Um 19 Uhr beginnt die Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters. Dann gibt Präsident Franz Beckenbauer nach 15 Jahren den Vereinsvorsitz ab. Sein Nachfolger wird Uli Hoeneß – ob mit oder ohne Wutrede.
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