Diskussionen um Schiedsrichter: Babbel: "Es gilt ja freie Berufswahl"
zuletzt aktualisiert: 23.11.2011 - 14:11Frankfurt/Main (RPO). In der Diskussion über den Umgang mit Deutschlands Schiedsrichtern haben sich einige Trainer der Fußball-Bundesliga gegen die Vorwürfe von Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel zur Wehr gesetzt.
"Wer das auf dem Platz nicht verträgt - es gilt ja freie Berufswahl", sagte Markus Babbel von Hertha BSC Berlin in einer Umfrage der "Bild"-Zeitung.
Dieter Hecking vom 1. FC Nürnberg will sein "Verhalten gegenüber Schiedsrichtern nicht verändern". Er lobe und kritisiere die Schiedsrichter "im gleichen Maße". Hecking wies zudem darauf hin, dass nicht bewiesen sei, dass der Selbstmordversuch von Babak Rafati am vergangenen Samstag auf zu hohen Druck oder Kritik der Spieler und Trainer zurückzuführen sei.
Es gab aber auch moderate Töne. "Wir alle müssen darauf achten, dass sich die Zustände auf dem Platz verbessern", sagte Thomas Schaaf von Werder Bremen und nahm bei einem Verbesserungsvorschlag die Unparteiischen mit in die Pflicht: "Auch die Schiedsrichter können ihre Möglichkeiten verbessern, indem sie bei den Klubs in ihren Städten mittrainieren. Davon haben beide Seiten etwas."
Jürgen Klopp vom deutschen Meister Borussia Dortmund sagte: "Wir alle müssen uns nach diesem Fall hinterfragen, nicht nur die Trainer. Die Wahl zum schlechtesten Schiedsrichter hätten die Unparteiischen auch versuchen können zu unterbinden." Rafati war von den Bundesliga-Profis in einer Umfrage dreimal zum schlechtesten Schiedsrichter der Saison gewählt worden.
Fandel hatte "teilweise respektloses" Verhalten gegenüber den Unparteiischen moniert. Die Wahl zum "schlechtesten Schiedsrichter der Saison" hatte der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als "demütigend" bezeichnet und eine Abschaffung gefordert.
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