Der Nationaltorhüter spielte in der Hinserie konstant auf hohem Niveau, wurde nur durch eine Hornhautentzündung kurzzeitig zurückgeworfen. In den Spielen nach der Winterpause ist ihm diese Konstanz ein wenig abgegangen. Starke Spiele wie gegen Wolfsburg mischen sich mit schwächeren wie gegen Mainz. In Bremen mit Licht (starken Paraden) und Schatten (Fehler vor dem 1:1).
Der Kölner Keeper war in der Hinrunde eine Bank. Die Winterpause kam für ihn zum falschen Zeitpunkt. Der Kolumbianer leistet sich unnötige Patzer und trägt Mitschuld an den bisherigen 15 Gegentoren in der Rückrunde.
Überragend – dieses Wort beschreibt die bisherige Saisonleistung des finnischen Routiniers zutreffend. Nicht nur, dass er selbst gut spielt, er scheint auch seinen Nebenleuten mehr Klasse zu verleihen. Der Top-Einkauf der gesamten Bundesliga.
Kölns brasilianischer Star-Verteidiger durchlebt beim FC derzeit seine erste Krise. Die Leichtfüßigkeit ist weg, der Brasilianer kommt oft einen Schritt zu spät. Im Aufbauspiel sehr zittrig.
Friedrich wächst neben Hyypiä über das Level der Vorsaison deutlich hinaus. Trotzdem hat er immer noch seine ein bis zwei Stellungsfehler im Spiel, die für Gefahr sorgen können. Zuletzt aber sehr stark in Bremen.
Der neue Kapitän der Kölner ist in der schwächelnden Viererkette noch der Fels in der Brandung, auch wenn Mohamad wie seine Kollegen derzeit sehr unsicher ist. In der Defensive bei Kopfballduellen mit falschem Timing. Dafür in der Offensive bei Standards stets gefährlich.
Der Tscheche ist nach langer Verletzungspause noch nicht wieder der Alte. Die Läufe an der Linie mit anschließenden Flanken haben noch Seltenheitswert. In Bremen durfte sich Gonzalo Castro mal hinten links versuchen. Die Position ist eine Schwachstelle im Bayer-Team.
Wenn der Slowene den Ball hat, wird das Spiel des FC auf Anhieb langsamer. Brecko versteht es wie kein Zweiter, Tempo aus den Angriffen der Geißböcke zu nehmen. Viele Alibi-Pässe. Hinten mit Schwächen. Aber: Wenn die Mannschaft gut spielt, lässt er sich mitreißen.
Der Youngster spielt für seine jungen Jahre eine sehr konstante Saison und hat immerhin Gonzalo Castro von der Position hinten rechts verdrängt. Er könnte sich in der Offensive noch mehr zu trauen. Gegen den quirligen Marin in Bremen mit Problemen.
Seine Probleme, dem Tempo in der Bundesliga zu folgen, wurden in den vergangenen beiden Spielen deutlich. Auf Schalke schon nach fünf Minuten mit einer Gelben Karte verwarnt, gegen den HSV trotz seines Anschlusstores überfordert.
Der chilenische „Krieger“ spielt viel abgeklärter als in der Vorsaison, hat dabei aber nichts von seiner Aggressivität verloren. Er ist einer der besten Balleroberer der Liga. Überragend zuletzt seine Partie in Bochum.
Der „Kampfhund“ hat seine Zähne in der Rückrunde noch nicht benutzt. Petit fehlt der letzte Tick, sein Passspiel ist zu ungenau. Hinten arbeitet der Portugiese stets vorbildlich. Teilweise fehlt es ihm aber an Tempo.
Als „Lückenfüller“ für den verletzten Simon Rolfes in der Hinrunde in die Mannschaft gerückt, ist Reinartz aus selbiger nicht mehr wegzudenken. Unglaublich seine Ruhe am Ball. Er wirkt manchmal etwas pomadig, spielt aber fast immer den richtigen Ball. Schwächen im Kopfballspiel.
Unaufgeregt, was der Junge in seinem Alter im defensiven Mittelfeld macht. Wenn er den Ball nicht nach vorne spielen muss, eine echte Bereicherung für die Kölner. Vor allem in der Luft kaum zu bezwingen.
Formkrise beim Portugiesen! Gegen Stuttgart saß er angeschlagen auf der Tribüne, auf Schalke wurde er zu seinem eigenen Unverständnis ausgewechselt. Maniche gibt derzeit keine Impulse im Spiel nach vorne. Dennoch sieht man in Ansätzen, dass er es eigentlich kann. Er muss es dem Trainer und den Fans jetzt beweisen.
Im Duell der Nationaltürmer hat „Kies“ klar die Nase vorn. Nicht nur wegen seiner 13 Treffer, sondern wegen seiner Arbeit und seinem Laufpensum für die Mannschaft. Er ist einer der defensiv stärksten Stürmer der Liga – was als Kompliment zu lesen ist.
1300 Minuten wartet der Nationalstürmer mittlerweile auf sein zweites Saisontor. In Halbzeit eins gegen Stuttgart kaum zu sehen, erarbeitete er sich im zweiten Abschnitt immerhin zwei gute Chancen. Der Trainer hält weiterhin an Podolski fest, auch wenn es ohne ihn zu Beginn der Rückrunde besser lief. Der „Prinz“ arbeitet viel, allerdings kommt wenig dabei raus. Ein Tor muss her, dann platzt der Knoten vielleicht.
Der von Bayern ausgeliehene Youngster spielt eine bärenstarke Saison, glänzt gleichermaßen als Torschütze wie als Vorbereiter. Keine Frage, ob Jupp Heynckes ihn für einen wiedergenesenen Renato Augusto draußen lassen würde. Sehenswert sein Tor gegen Bremens Tim Wiese in der Vorwoche.
Bei den Fans war der Serbe nach seinem ersten Einsatz in Frankfurt schon der Heilsbringer, danach setzte Trainer Zvonimir Soldo die Leihgabe (kam von Manchester United) auf die Bank. Der beste Fußballer in der Kölner Mannschaft, dribbelstark, schnell, guter Schuss. Aber oft zu verspielt. Tosic tut dem Kölner Spiel nur gut, wenn er auf dem Platz steht.
Der Schweizer Nationalspieler traf schon in der Vorrunde, nahm aber nur rudimentär am Bayer-Offensivspektakel teil. In der Rückrunde trifft er noch häufiger und kopiert immer mehr die fleißige Spielweise des Kollegen Kießling – was ihn noch wertvoller macht.
Abgesehen von dem tollen Freistoß gegen Hamburg zum 2:3 war noch nicht viel zu sehen von dem Kölner Topstürmer. Wenn er einmal eine gute Chance hat, verballert er diese. Novakovic läuft seiner Form hinterher, ist viel unbeweglicher und nicht mehr so selbstbewusst wie in der vergangenen Saison.
11:1 für Leverkusen
Alles andere als ein klarer Heimsieg wäre eine Überraschung!