1. Bundesliga 17/18
| 17.20 Uhr

Leverkusen - Bayern 2:0
Bayer schickt Bayern zurück in die Krise

Leverkusen - Bayern: Einzelkritik
Leverkusen - Bayern: Einzelkritik FOTO: dpa, Federico Gambarini
Leverkusen. Bayern München droht im Titelkampf der Bundesliga weit ins Hintertreffen zu geraten. Der Rekordmeister vergab bei Bayer Leverkusen am 24. Spieltag eine Reihe Großchancen, verlor aber durch Treffer von Stefan Kießling (79.) und Karim Bellarabi (90.) völlig unnötig 0:2 (0:0). Am Abend könnte Titelverteidiger und Tabellenführer Borussia Dortmund den Vorsprung auf die Bayern bereits auf sieben Punkte vergrößern. Leverkusen hat seine letzten drei Spiele gewonnen und liegt auf Kurs Europa League.

Dass es bei den Bayern brodelt, hatte sich bereits sich in der ersten Hälfte offenbart, als sich die Nationalspieler Thomas Müller und Jerome Boateng im eigenen Strafraum auf das Heftigste angifteten. Die Nerven liegen bei den erfolgsverwöhnten Münchnern nach der Hinspiel-Pleite im Achtelfinale der Champions League beim FC Basel (0:1) anscheinend blank.

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena erwischten die Gäste zwar einen Blitzstart, konnten allerdings aus ihrer klaren Überlegenheit in der ersten Hälfte kein Kapital schlagen. Die größte Chance des Herbstmeisters machte Bayer-Abwehrspieler Manuel Friedrich (40.) zunichte, als er nach einem Schuss von Mario Gomez auf der Linie für den bereits geschlagenen Torwart Bernd Leno klärte. David Alaba und Toni Kroos (jeweils 2.), Arjen Robben (13./58.) und Müller (36.) besaßen weitere gute Gelegenheiten der Gäste, die zunächst ohne den französischen Star Franck Ribery angetreten waren.

Der zehnfache Saisontorschütze hatte im Länderspiel am vergangenen Mittwoch in Bremen gegen Deutschland einen "Pferdekuss" erlitten und wurde in der 61. Minute für Gomez eingewechselt. Für Ribery spielte zunächst Robben auf der linken Seite, Müller setzte auf rechts viele Akzente. Nach Riberys Einwechslung spielte Robben für Gomez in vorderster Spitze.

Leverkusen hatte zunächst große Mühe, das Tempo der Bayern mitzugehen. Dann fand die Werkself allerdings zu ihrem Rhythmus und machte die Räume eng. Das Bayern-Offensivspiel geriet allerdings nur phasenweise ins Stottern. Bayer musste sich aufs Kontern verlegen. Andre Schürrle, der aufgrund seines im Länderspiel erlittenen Nasenbeinbruchs mit einer Carbon-Maske spielte, besaß in der 31. und 40. Minute zunächst die besten Gelegenheiten der Rheinländer. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff musste Nationaltorwart Manuel Neuer spektakulär per Fußabwehr gegen Schürrle klären. Den Schuss von Stefan Reinartz (63.) blockte Bayern-Kapitän Philipp Lahm ab. Neuer parierte außerdem glänzend gegen Stefan Kießling (65.), der 14 Minuten später aus kürzester Distanz doch traf. Danach erzielte Bellarabi sein erstes Bundesliga-Tor.

Die herausragenden Kräfte hatten die Gastgeber in Leno und Schürrle. Bei den Münchnern gefielen vor allem Robben und der Ex-Leverkusener Toni Kroos.

(sid/seeg/spol)
 
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