Bundesliga ab 15.30 Uhr im Live-Ticker: Bayer will in Dortmund "eine Serie starten"
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 - 11:13Leverkusen (RP). Jürgen Klopps Worte müssen in Leverkusen angekommen sein wie Balsam auf eine strapazierte Seele. "Wir spielen gegen einen unfassbar starken Gegner", sagte Borussia Dortmunds Trainer über das Team von Bayer 04, das am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) im früheren Westfalenstadion gastiert.
Was genau Klopp zu dieser ehrfürchtigen Einschätzung bewegt hat, bleibt sein Geheimnis. Leverkusens bisheriger Saisonverlauf kann es kaum sein. Denn während sich der amtierende Meister in Schwarz-Gelb seit Wochen an der eigenen Leistung berauscht und die Titelverteidigung gut möglich ist, tritt Vizemeister Leverkusen im Ödland der Europa-League-Plätze auf der Stelle.
"Fußballerisch hinken wir in dieser Saison hinterher", sagt Bayer-Stürmer Stefan Kießling. In den bisherigen drei Partien der Rückrunde blitzt die Spielstärke vergangener Tage zwar wieder häufiger auf, allein mit der Ausbeute von fünf Zählern kam die von Sportdirektor Rudi Völler ausgerufene Aufholjagd auf die oberen Gefilde bislang nicht wirklich in Fahrt. "Wir müssen endlich eine Serie starten", fordert Kießling. Daran, dass eine solche Serie gerade in Dortmund ihren Anfang nehmen soll, haben aber nicht wenige ihre Zweifel.
Im Leverkusener Lager verweist man deswegen gerne auf den letzten Auftritt bei der Borussia im August 2010. Da gewann die Werkself 2:0 und fügte Klopp und seinem Team die einzige Heimniederlage der Meistersaison zu. Und auch in dieser so durchwachsenen Saison fühlt sich Bayer punktemäßig (16) in der Fremde wohler als vor anspruchsvollem Heimpublikum (15 Punkte). "Gegen uns ist es auch nicht einfach", lautet das trotzige Motto, mit dem die Leverkusener ins Ruhrgebiet aufbrechen.
Die Gastgeber strotzen dabei nur so vor Selbstvertrauen. Als Tabellenführer. Als Pokal-Halbfinalist. Als Team, das seit 14 Ligaspielen ungeschlagen ist und als einziges Team alle drei Rückrundenpartien gewonnen hat. "Da greifen viele Automatismen. Die Mannschaft ist einfach eingespielt", sagt Bayer-Trainer Robin Dutt, dessen Team sich weiter in Sisyphus-Arbeit besagte Automatismen aneignen muss.
In Dortmund wird Dutt wohl zum dritten Mal hintereinander auf Michael Ballack in der Startelf verzichten. Der habe zwar eine gute Form, seine Konkurrenten aber eine bessere, sagt Dutt. Ballack selbst schweigt weiter. Zumindest öffentlich. In Düsseldorf wurde er jetzt angeregt plaudernd mit Schalkes Manager Horst Heldt gesehen.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

























