Bundesliga ab 15.30 Uhr im Live-Ticker: Bayerns Hoffnungen ruhen auf Ribery
zuletzt aktualisiert: 28.01.2012 - 15:12München (RPO). Erst Karl-Heinz Rummenigge, nun Franz Beckenbauer und Jupp Heynckes: Die Verantwortlichen von Bayern München nehmen ihre Stars nach dem verpatzten Rückrundenauftakt vehement in die Pflicht und erhöhen den Druck.
Vor allem die Einstellung von Arjen Robben und Co. steht am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Prüfstand.
Die Hoffnungen auf einen Umschwung trägt vor allem Rückkehrer Franck Ribery, der nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre trotz leichter Rückenprobleme wieder zur Verfügung steht. "Franck ist ein sehr wichtiger Spieler für den FC Bayern. Er gehört zu den fünf Besten der Welt. Es ist wichtig, dass er gesund und fit ist für die Ziele, die wir haben", sagte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger am Donnerstag.
"Überragende Fähigkeiten reichen nicht"
Ohne den französischen Superstar war das Münchner Spiel beim 1:3 in Gladbach leicht auszurechnen. Doch in erster Linie vermissten die Bosse Leidenschaft. "Insgesamt muss die Mannschaft lernen und verstehen, dass es heute nicht genügt, überragende Fähigkeiten zu haben. Jeder muss bereit sein, wieder über die Schmerzgrenze hinwegzugehen", sagte Heynckes im Bild-Interview.
Auch der "Kaiser" forderte mehr Kampfgeist. "Allein mit spielerischen Mitteln kommst du gegen so einen Gegner nicht an. Da muss das Kämpferische stimmen. Das habe ich zu kristieren", monierte Beckenbauer bei Sky Sport News HD.
Vorstandschef Rummenigge hatte zuvor bereits verdeutlicht, "dass die Mannschaft gegen Wolfsburg sofort eine Reaktion zeigen muss". Die angestrebten Ziele könne der FC Bayern nur erreichen, wenn Attribute wie "Leidenschaft, Biss, Aggressivität und Wille" wieder "seriös und konzentriert" eingesetzt würden.
"Wir sind hellwach"
Dass gegen die von Ex-Coach Felix Magath betreuten Wolfsburger die Wende gelingt, davon ist zumindest Schweinsteiger überzeugt - nicht nur wegen der Rückkehr Riberys. "Wenn ich mir Trainingseinheiten anschaue, stimmt mich das zuversichtlich. Wenn wir das umsetzen, werden wir unsere Spiele wieder gewinnen. Wir sind hellwach", sagte der Vize-Kapitän der Münchner. Die Niederlage in Gladbach mache ihn "nicht verrückt. Wir wissen aber, dass wir aggressiver spielen müssen und nicht so einfache Fehler im Aufbauspiel machen dürfen."
Auch Heynckes mahnte an, "dass wir die Fehlerquellen minimieren müssen. Wir müssen cooler und konzentrierter sein im Abschluss. Entscheidend ist aber, dass die Mannschaft wieder mehr nach hinten arbeitet und robuster in die Zweikämpfe geht."
Zuletzt hätten einige Spieler seiner Mannschaft wohl gedacht, "das geht von selbst", führte Heynckes weiter aus: "Wir haben überragendes Können, überragende Einzelspieler. Aber beim FC Bayern darf man sich nie zurücklehnen. Es ist meine Aufgabe, das den Spielern zu vermitteln. Nicht nur diese Woche, sondern bis Ende Mai."
Kein kurzfristiger Transfer
Trotz des jüngsten Ausfalls von Abwehrspieler Daniel van Buyten hat sich der Bayern-Coach wieder einmal gegen kurzfristige Transfers ausgesprochen. Er sei der Meinung, "dass wir jetzt keinen Spieler verpflichten sollten. Ich habe noch nie erlebt, dass man im Winter richtig gute Transfers tätigt. Wir werden jetzt keinen Spieler mehr holen. Van Buytens Ausfall können wir kompensieren."
Klare Vorstellungen hat Heynckes auch vom künftigen Umgang seiner Spieler mit sozialen Netzwerken, nachdem zuletzt Breno und Anatoli Timoschtschuk für Aufregung gesorgt hatten. "Ich halte nichts von Verboten oder Strafen. Aber die Spieler wissen, dass sie das einschränken müssen. Es geht auch nicht, dass man vor einem Spiel Fotos macht oder machen lässt - wie Timoschtschuk - und ins Netz stellt. Das sind Kinkerlitzchen, das ist unprofessionell", sagte Heynckes.
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