Zwar ist Rekordmeister Bayern München stets für spekatukläre Top-Transfers gut, doch auch der Vorzeige-Klub von der Isar griff in jüngerer Vergangenheit mal daneben. Wir haben für Sie die schlimmsten Einkaufs-Missgeschicke der Bayern zusammengestellt.
Kein Verlustgeschäft, da Tim Borowski ablösefrei vom SV Werder Bremen kam. Dennoch wurde er in 26 Einsätzen für die Bayern lediglich 20 Mal eingewechselt und kam, ähnlich wie Lukas Podolski, nicht über die Reservistenrolle hinaus. Zur Saison 2009/2010 ging Tim Borowski zurück nach Bremen.
In Wolfsburg ein Jungstar, beim FC Bayern ein Sicherheitsrisiko. Tobias Rau kam an der Isar überhaupt nicht zurecht und brachte die Münchner Fans mit katastrophalen Fehlern und Flanken auf die Barrikaden. Seine null Tore passen ins Bild.
Der aus Bochum geholte „Hubschrauber“ stürzte bei den Bayern gnadenlos ab. Der Iraner war vor dem Kasten so ungefährlich, dass er wohl noch den von der Torlinie flüchtenden Keeper abgeschossen hätte - sensationelle null Tore.
Er kam als Riesen-Talent vom 1. FC Köln zum FC Bayern. Während er in der Nationalmannschaft weiter überzeugte, stürzte er an der Isar ab. "Prinz Poldi" kam bis zur Winterpause 2008/2009 kaum zum Einsatz und fiel eher damit auf, dass er sich in den Medien über seine Situation beklagte. Jetzt wagt er in Köln einen Neuanfang.
Die Bayern holten Papin 1994 als Torjäger, doch der Franzose entwickelte sich zum Chancentod. Der von Franz Beckenbauer liebevoll „Schonperpapö“ genannte Angreifer vergab Hundertprozenter am Fließband und kam in 27 Spielen nur auf drei Treffer.
Der Mann aus Paraguay sollte zum Spielmacher aufgebaut werden, doch der schmächtige Mittelfeldspieler machte gerade im Zweikampf keinem Gegenspieler Angst. Die Bayern bemerkten ihren Fehlgriff schnell und schickten dos Santos nur acht Mal auf den Platz.
Als kommender Superstar geholt – in der Realität aber nur ewiges Talent. In acht Jahren Bayern gelangen dem Stürmer aus Paraguay nie mehr als fünf Treffer, zudem ist er verletzungsanfällig. Für einen Torjäger brachte „Rocket“ einfach zu wenig.
1995 kam der Österreicher (hier im Trikot seines Nationalteams) nach München, wo er allerdings nie wirklich überzeugen konnte. Nicht selten schossen den Münchner Anhängern ob Herzogs mangelnder Antrittsschnelligkeit die Tränen in die Augen.
Für eine Million Euro wurde Schlaudraff aus Aachen geholt, nur damit Konkurrent Werder den talentierten Stürmer nicht an die Weser lockt. Das Experiment ist gescheitert. Schlaudraff hat die Bayern nach einer Saison mit wenigen Einsätzen verlassen.
In Nürnberg ein Großer, beim FCB nur Mitläufer. Nur 19 Mal durfte der Mittelfeldakteur (hier im Trikot von Burghausen) zwischen 1999 und 2001 spielen (1 Tor), sonst hatte er meist nur die Aufgabe, die Bank für die wirklich guten Spieler warm zu halten.
Diejenigen, die von Anfang an nicht verstanden, was in aller Welt die Bayern mit Pablo Thiam wollten, sollten Recht behalten. Der 2001 zu den Bayern gewechselte Abwehrspieler kam nie in Form und wurde nach einem Jahr ausgemustert (16 Spiele – 0 Tore).
Was der Kroate da bei den Bayern zeigte, war nicht allzu viel. Mit überhartem Einsteigen und Fehlpässen spielte sich Kovac, der im Schatten seines älteren Bruders Robert blieb, nicht gerade in die Herzen der Fans – das änderten auch magere 3 Tore nicht.
Eigentlich ist Frings ein Top-Spieler – allerdings vergaß er das in seiner Zeit bei den Bayern. Weil der Mittelfeldmann auch nicht mit der Mentalität an der Isar zurechtkam, war trotz eines langfristigen Vertrags bereits nach einer Spielzeit wieder Schluss (3 Tore).