Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart 0:2 (0:1): Bielefeld scheitert an schwachen Stuttgartern
zuletzt aktualisiert: 03.10.2004 - 19:39Bielefeld (rpo) Der VfB Stuttgart bleibt Tabellenführer VfL Wolfsburg auf den Fersen. Die Schwaben gewannen bei Aufsteiger Arminia Bielefeld. Dem Sieg fehlte allerdings der spielerische Glanz.
Die Stuttgarter siegten mit 2:0 (1:0) und belegen mit einem Punkt Rückstand auf die "Wölfe" Rang zwei. Zudem blieb der Uefa-Cup-Teilnehmer auch im elften Pflichtspiel unter Trainer Matthias Sammer ungeschlagen und feierte den insgesamt neunten Sieg bei 29:6 Toren.
Bei den Bielefeldern kehrte dagegen nach zuletzt zwei Auswärtssiegen und dem zwischenzeitlichen Sprung auf Tabellenplatz sechs Ernüchterung ein. Auf eigenem Platz warten die Ostwestfalen nun schon seit fast 18 Monaten auf einen Bundesliag-Sieg. Der letzte Erfolg datiert vom 12. April 2002 (2:1 gegen 1860 München). Die Treffer für die Gäste erzielten Manndecker Markus Babbel, der erstmals seit seiner Rückkehr aus England für den VfB in der Bundesliga traf (43.), und der Brasilianer Cacau mit seinem fünften Saisontor in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Stuttgarts Torhüter Timo Hildebrand ist nun schon seit 412-Erstligaminuten ohne Gegentor.
22.748 Zuschauer sahen im ersten Durchgang eine Partie ohne große Höhepunkte und nennenswerte Torraumszenen. Der VfB wartete geduldig auf seine Chance. Die Arminen ließen sich jedoch nicht aus der Reserve locken, machten die Räume geschickt eng und bereiteten den Schwaben damit große Mühe. Der Führungstreffer war dann auch mehr ein Zufallsprodukt: Arminia-Verteidiger Petr Gabriel beförderte den Ball nach einem Eckball unglücklich mit dem Oberschenkel an die Latte des eigenen Tores, Babbel köpfte den Abpraller aus kurzer Distanz ein.
Bielefelder dominierten in Halbzeit zwei das Geschehen
Als Reaktion auf den Rückstand gaben nach dem Wechsel die Gastgeber ihre Zurückhaltung auf und dominierten unter ständiger Anfeuerung der sonst eher kritischen Bielefelder Fans das Geschehen. Ein Kopfball von Patrick Owomoyela in der 57. Minute, der knapp sein Ziel verfehlte, war der Startschuss für eine rund 15-minütige Drangperiode der Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder. Die beste Gelegenheit vergab der 21 Jahre alte Bundesligadebütant Finn Holsing, als er in der 69. Minute knapp verzog.
Beste Spieler bei den Gastgebern waren Außenverteidiger Markus Schuler und trotz seines Missgeschicks beim 0:1 Gabriel. Beim VfB gefielen vor allem Babbel und Kapitän Zvonimir Soldo.
STIMMEN ZUM SPIEL:
Trainer Uwe Rapolder (Arminia Bielefeld): "Ich bin sehr enttäuscht. Wir hatten Stuttgart gut im Griff und waren absolut gleichwertig. Wir betreiben zu Hause so viel Aufwand, aber heraus kommt dabei nichts. Es tut mir leid für die tollen Fans. Da frag ich mich nach der Gerechtigkeit im Fußball."
Trainer Matthias Sammer (VfB Stuttgart): "Aufgrund der größeren Reife haben wir glücklich, aber nicht unverdient gewonnen. Wir haben nicht gut, aber kompakt gespielt. Uns hat ein wenig die Frische gefehlt."
STATISTIK ZUM SPIEL:
Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart 0:2 (0:1)
Bielefeld: Hain - Holsing (71. Rauw), Langkamp, Gabriel (80. Maric), Schuler - Kauf, Dammeier (71. Duro) - Owomoyela, Skela, Buckley - Vata
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Stranzl, Babbel, Lahm - Soldo - Meißner, Hleb, Heldt (73. Vranjes) - Cacau, Szabics (46. Tiffert)
Schiedsrichter: Trautmann (Florstadt)
Tore: 0:1 Babbel (43.), 0:2 Cacau (90.+2)
Zuschauer: 22.748
Beste Spieler: Schuler, Gabriel - Babbel, Soldo
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