Wolfsburg - Köln 1:0: Billig-Stürmer rettet Magaths "neue" Wölfe
zuletzt aktualisiert: 21.01.2012 - 17:31Wolfsburg (RPO). Ein Stürmer zum Nulltarif hat dem Millionenteam des VfL Wolfsburg einen guten Start in die Bundesliga-Rückrunde beschert.
Die vom Trainer-Manager Felix Magath personell runderneuerten "Wölfe" bezwangen den 1. FC Köln 1:0 (0:0) und verdankten den Erfolg Sebastian Polter, der vor kurzem noch für die zweite Mannschaft des VfL aufgelaufen war. Polter, am letzten Spieltag der Hinrunde bereits Wolfsburger Siegtorschütze gegen den VfB Stuttgart (1:0), kam zur Halbzeit traf in der 78. Minute.
Die in der Winterpause für knapp 30 Millionen Euro verstärkten Gastgeber hatten gegen die auswärtsschwachen Kölner leichte spielerische Vorteile, doch im Angriff fehlte dem Ex-Meister ohne seinen Top-Torjäger Mario Mandzukic (Lungenverletzung) lange die Durchschlagskraft. Polter knackte die Kölner Abwehr schließlich doch noch.
Vier Neue von Beginn an dabei
Magath schickte in Felipe Lopes, Petr Jiracek, Ricardo Rodriguez und Vieirinha vier von insgesamt acht Neuzugängen von Beginn an aufs Feld. Auch ohne einen echten Stoßstürmer war der VfL vor 27.057 Zuschauern anfangs die klar bessere Mannschaft. In der 8. Minute hatten die Gastgeber Pech, als ihnen ein fälliger Elfmeter verwehrt blieb. Ashkan Dejagah war im Strafraum am Trikot gezogen worden.
Bei den Kölnern gab Angreifer Milivoje Novakovic nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback. Der Slowene hatte auch die erste Torchance der Gäste, als er nach einer Flanke von Sturmpartner Lukas Podolski an VfL-Torhüter Diego Benaglio scheiterte (21.).
Nur eine Minute später ging eine Direktabnahme des FC-Innenverteidigers Pedro Geromel nur knapp am Wolfsburger Gehäuse vorbei. Danach verflachte das Spiel, bei beiden Teams schlichen sich immer mehr Fehler ein.
Zur zweiten Halbzeit reagierte Magath auf die fehlende Durchschlagskraft im Angriff und wechselte Youngster Polter für Vieirinha ein. Der Stürmer hätte in der 66. Minute für das 1:0 sorgen müssen, doch er vergab nach einer Schäfer-Flanke noch kläglich. Die Kölner waren fast ausschließlich über gelegentliche Konter gefährlich - und hätten beinahe selbst den entscheidenden Treffer erzielt. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß passte Christian Clemens den Ball flach in die Mitte, wo Novakovic alleine vor dem Tor stand. Dem Slowenen versagten aber die Nerven, der Ball ging drüber. Quasi im Gegenzug trafen die "Wölfe".
Bei den Hausherren wussten die beiden Außenspieler Rodriguez und Christian Träsch zu überzeugen. Köln hatte in Geromel und Podolski seine besten Akteure.
Statistik:
Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Madlung, Felipe, Rodriguez - Polak, Jiracek (79. Josue) - Dejagah, Marcel Schäfer - Koo (74.
Sio), Vieirinha (46. Polter). - Trainer: Magath
Köln: Rensing - Brecko, Geromel, Pezzoni, Eichner - Lanig (85. Ishak), Riether - Clemens (86. Roshi), Peszko (63. Jajalo) - Novakovic, Podolski. - Trainer: Solbakken
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Tor: 1:0 Polter (78.)
Zuschauer: 27.057
Beste Spieler: Rodriguez, Träsch - Podolski, Geromel
Gelbe Karten: Felipe - Jajalo (3), Eichner
Torschüsse: 21:10
Ecken: 15:1
Ballbesitz: 51:49 Prozent
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