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VfB Stuttgart: Bobic soll Heldt beerben

zuletzt aktualisiert: 04.07.2010 - 12:22

Stuttgart (RPO). Nach dem Wechsel von Manager Horst Heldt innerhalb der Bundesligisten vom VfB Stuttgart zu Schalke 04 gilt Fredi Bobic als Favorit auf dessen Nachfolge bei den Schwaben.

Fredi Bobic gilt als Favorit auf das vakante Amt beim VfB Stuttgart.  Foto: AP, AP
Fredi Bobic gilt als Favorit auf das vakante Amt beim VfB Stuttgart. Foto: AP, AP

Der Ex-Stuttgarter soll laut Medienberichten deutlich mehr Chancen auf den vakanten Posten haben als der frühere Schalker Andreas Müller. Die Entscheidung soll angeblich sogar schon so gut wie gefallen sein.

Zwar ist der frühere Torjäger Bobic noch bis 2014 als Geschäftsführer an den bulgarischen Erstligisten Chernomorez Burgas gebunden, würde die Freigabe aber wahrscheinlich bei einem Angebot aus dem Schwabenland erhalten. VfB-Präsident Erwin Staudt hatte bereits vergangene Woche bestätigt, dass der 39-Jährige zu "einer Handvoll Kandidaten" zähle, die infrage kommen.

Zudem hatte Staudt immer wieder betont, dass "die Erfahrung eines ehemaligen Spielers für diese Position sicher von Vorteil" wäre. Vereinsinterne Lösungen mit einem zusätzlichen Amt für Trainer Christian Gross oder der Beförderung von Sportdirektor Jochen Schneider zum alleinigen Sportchef hatte Staudt ausgeschlossen. Neben Bobic und Müller sollen auch Ex-VfB-Torwart Jens Lehmann und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff auf der erweiterten Kandidaten-Liste stehen.

Heldt an der Seite von Magath

Horst Heldt soll Felix Magath bei Vizemeister Schalke 04 unter die Arme greifen - und ihn möglicherweise als Manager beerben. Den Wechsel des 40 Jahre alten Ex-Nationalspielers vom VfB Stuttgart zu den Königsblauen machte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies am Samstag perfekt, gab ihm einen Drei-Jahres-Vertrag und einen Sitz im Vorstand. "Er wird an der Seite von Felix Magath in der sportlichen Leitung tätig sein", sagte Tönnies.

Wie genau die Aufgabenteilung zwischen Heldt und Trainer-Manager Magath, der bislang alleine für den sportlichen Bereich zuständig war, aussieht, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. "Das müssen wir jetzt schnell machen", sagte Magath und freute sich über die "Verstärkung in diesem Bereich".

Mit Heldts Verpflichtung will Schalke aber auch auf den Fall vorbereitet sein, dass Magath vor Ablauf seines Vertrages 2013 den Klub verlassen sollte. Der Trainer und Manager hatte mit Kontakten zum Hamburger SV und dem ambitionierten Viertligisten RB Leipzig Aufsichtsratschef Tönnies verärgert. Auch seine Forderung nach 30 Millionen Euro für Neuverpflichtungen hatte für Missstimmung gesorgt.

Seinen ehemaligen Spieler als Unterstützung im sportlichen Bereich begrüßte Magath. "Wir konnten ja nicht erwarten, dass wir so schnell so erfolgreich sein werden", sagte der 56-Jährige: "Mit der Teilnahme an der Champions League ist der Aufwand jetzt höher. Da ist es gut, wenn die Vereinsführung stabiler wird."

Viel Lob für Heldts Arbeit

Heldt, der offiziell am Dienstag seinen Dienst auf Schalke antritt, sollte schon vor einem Jahr zu den Königsblauen wechseln. Damals legte allerdings Stuttgarts Präsident Erwin Staudt sein Veto ein. Magath hatte Heldt schon in seiner Wolfsburger Zeit vom VfB weglotsen wollen, Staudt verweigerte aber ebenfalls die Freigabe. "Er hat in Stuttgart einen herausragenden Job gemacht", lobte Magath, "in seiner Zeit als Sportdirektor ist der VfB deutscher Meister geworden und zweimal in die Champions League gekommen."

Heldt und Magath haben bis zum Saisonstart noch viel Arbeit. Der aktuelle Kader ist nach den Verpflichtungen von Christoph Metzelder (Real Madrid), Erik Jendrisek (1. FC Kaiserslautern), Atsuto Uchida (Kashima Antlers), Tim Hoogland (FSV Mainz 05) und Kyriakos Papadopoulos (Olympiakos Piräus) noch nicht komplett. Vor allem in der Offensive gibt es nach dem Weggang von Torjäger Kevin Kuranyi noch Handlungsbedarf.

Laut der spanischen Sporttageszeitung AS sollen sich die Königsblauen mit Stürmerstar Raul von Real Madrid bereits über einen Wechsel einig sein. Der 33-Jährige, der bei den Königlichen noch einen Vertrag bis 2011 besitzt, darf den Klub ablösefrei verlassen. Der 102-malige Nationalspieler soll ein Gehalt von vier Millionen Euro gefordert haben.

Vor einem Wechsel nach Schalke steht auch der österreichische Nationalspieler Christian Fuchs vom VfL Bochum. Der 24-Jährige, der für eine festgeschriebene Ablösesumme von zwei Millionen Euro den Absteiger verlassen kann, könnte den verletzungsanfälligen Linksverteidiger Christian Pander ersetzen.

Quelle: SID/seeg

 
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