1. Bundesliga 16/17
| 11.30 Uhr

Dortmund - Frankfurt 4:1
Vorweihnachtliche Party beim BVB

Dortmund - Frankfurt
Dortmund - Frankfurt FOTO: afp, apr
Dortmund. Borussia Dortmund hat seinen Status als souveräne Nummer zwei in der Bundesliga eindrucksvoll bestätigt. Mit einer Gala verabschiedeten sich die Westfalen nach einem turbulenten Jahr daheim von ihren Fans.

Nach dem 4:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt beträgt der Vorsprung vor dem direkten Verfolger Hertha BSC neun und vor dem Vierten VfL Wolfsburg sogar schon zwölf Punkte, was die Anhänger mit einer vorweihnachtlichen Party und Standing Ovations feierten.

"Wir sind mit der Hinrunde sehr zufrieden", meinte Weltmeister Mats Hummels: "Wir spielen im Moment einen sehr dominanten Fußball."

Während die Borussen bereits von der Champions-League-Teilnahme in der nächsten Spielzeit träumen dürfen, steht den personell arg gebeutelten Frankfurtern angesichts von nur einem Sieg aus den letzten zwölf Spielen ein harter Kampf um den Klassenerhalt bevor.

Fotos: Mchitarjan köpft den Ball aus kürzester Distanz über das leere Tor FOTO: Screenshot Youtube

"Wenn wir uns zuammenreißen, werden wir da unten wieder rauskommen", sagte Frankfurts Torjäger Alexander Meier bei Sky: "Wir haben eine gute Mannschaft." Die harsche Kritik von Trainer Armin Veh konnte er nachvollziehen: "Es ist normal, dass der Trainer uns zusammenscheißt, wenn wir Scheiße machen."

Meier (7.) hatte für die überraschende Führung der Gäste gesorgt, bevor Henrich Mchitarjan mit seinem sechsten (24.) und Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem 18. Saisontreffer (57.) die Partie drehten. Mats Hummels (61.) und Adrian Ramos (86.) sorgten drei Tage vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal am Mittwoch (20.30 Uhr/Live-Ticker) beim FC Augsburg für klare Verhältnisse.

Vor der Pause verfehlte Pierre-Emerick Aubameyang mit einen Foulelfmeter das Tor (45.), für das Foul an Gonzalo Castro sah Frankfurts Slobonan Medojevic die Gelb-Rote Karte.

Stimmen: Guardiola: "Beste Mannschaft, die wir getroffen haben" FOTO: dpa, geb kno

BVB-Trainer Thomas Tuchel konnte vor 81.359 Zuschauern im ausverkauften Stadion seine derzeit stärkste Formation aufbieten, während sein Frankfurter Kollege Armin Veh ohne Sieben auskommen musste. In Marco Russ, Marc Stendera und Carlos Zambrano fehlten allein drei Akteure wegen Gelbsperren.

Von der ersten Minute an sahen sich die Hessen im Rückwärtsgang. Der BVB brannte gleich zu Beginn ein wahres Offensiv-Feuerwerk mit allein drei Eckbällen in den ersten beiden Minuten ab, doch der Schuss ging prompt nach hinten. Wie so oft in der laufenden Saison geriet der BVB in der Anfangsphase in Rückstand, als Meier den ersten Angriff der Eintracht mit einem platzierten Schuss aus 22 Meter abschloss.

Die Begegnung erinnerte in Teilen an das 0:1 drei Tage zuvor in der Europa League gegen PAOK Saloniki, als die Borussen gegen das griechische Abwehrbollwerk anrannten. Doch diesmal mit Erfolg: Nach Vorlage von Aubameyang sorgte Mchitarjan für den verdienten Ausgleich, den Frankfurts Keeper Lukas Hradecky zuvor mehrfach mit Glanzparaden verhindern hatte.

Unter anderem bei Hradecky konnte sich die Eintracht bedanken, dass sie nicht frühzeitig unter die Räder geriet, zumal Aubameyang am Elfmeterpunkt versagte. Wenige Minuten vor der Halbzeit musste Marco Reus verletzt ausgewechselt werden.

Auch nach dem Wechsel sahen die Zuschauer Einbahnstraßen-Fußball, bei dem der BVB einige hochkarätige Chancen ungenutzt ließ, um das Ergebnis höher zu gestalten. Bei den Dortmundern wussten besonders Castro und Hummels zu gefallen. Die Eintracht hatte in Torhüter Hradecky und Meier ihre besten Akteure.

(sid)
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