1. Bundesliga 15/16 Bundesliga
| 09.14 Uhr

Ex-Gladbach-Coach
Favre: "Schaue Borussia sehr gerne und mit Freude"

Fotos: Favre – akribischer Arbeiter und Ex-Gladbach-Trainer
Fotos: Favre – akribischer Arbeiter und Ex-Gladbach-Trainer FOTO: AP
Mönchengladbach. Lucien Favre hat sein Schweigen gebrochen. Von Borussias Ex-Trainer war seit dem Rücktritt nach der Derby-Niederlage in Köln nichts zu hören. Nun gab er erste Einblicke in seine Zeit nach dem intensiven Engagement in Gladbach.   Von Karsten Kellermann

Die Spiele seiner Ex-Mannschaft schaut er "sehr gerne und mit Freude" im Fernsehen. "Dabei geht es in erster Linie gar nicht um die Ergebnisse, sondern um die Art und Weise wir sie spielt", sagte Favre der "Sport Bild". "Ich wünsche Borussia alles Gute", sagte Favre.

Es sei wichtig, eine Auszeit zu nehmen, sagte er. "Ich hatte schon einmal eine lange Pause nach meinem Job bei Hertha und habe damals gemerkt, wie wichtig es ist, um wieder frisch zu werden. Davon habe ich im Nachhinein enorm profitiert", so Favre.

Er und Borussia mag man sagen, denn die führte er mit neuen Ideen aus dem Tabellenkeller nach oben. "Ich  bin der Überzeugung, dass man eine neue Aufgabe nur annehmen kann, wenn der Akku voll aufgeladen ist", sagte Favre.

Chronologie: Die 1680 Tage des Lucien Favre bei Borussia FOTO: dapd

Er schätzt die Bundesliga nach wie vor sehr. "Das Gesamtpaket ist überragend. Die Organisation ist hoch professionell. Die Stadien sind topmodern, fast immer voll, die Infrastruktur ist toll. Das ist nicht überall so. Ich war beim Clasico Real gegen Barcelona im Stadion. Das war ein wunderschönes Spiel, vor allem von Barca. Es waren 90 000 Menschen dort, das Stadion ist schön, aber sehr alt", so Favre.

Privat freut er sich über das erste Enkelkind. "Ich bin zum ersten Mal Großvater geworden, das ist ein tolles Gefühl", sagte Favre. Er reise viel, bilde sich weiter – in verschiedenen Bereichen, wie er sagte. Ab und an spiele er Fußball mit Freunden, jongliere mit dem Ball. "Ein Leben ohne Ball ist für mich unmöglich, der Ball ist mein Werkzeug. Und ich war laufen und Fitness-Studio, Rad fahren, schwimmen. Als Trainer musst du fit sein", sagte Favre.

Die Entwicklung in England betrachtet er mit Sorge. "Die Klubs aus der Premiere League investieren ohne Ende, dabei kommt das große Geld für den neuen TV-Vertrag erst im Sommer. Der Unterschied zu den anderen Ligen wird immer größer. Das kann auf Dauer für alle anderen Ligen gefährlich werden", sagte Favre, der auch vermutet, dass Asien im Fußball künftig eine große Rolle spielen wird. "Asien wir irgendwann die Nummer eins sein", sagte Favre.

(kk)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Borussia Mönchengladbach: Lucien Favre bereit für "eine neue Herausforderung"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.