1. Bundesliga 17/18
| 19.47 Uhr

Vertraglose Spieler
Was wird aus Pizarro, Altintop und Djourou?

Bundesliga: Diese Spieler stehen ohne Verein da
Winkt CLaudio Pizzaro zum Abschied? FOTO: dpa
Düsseldorf. Mit dem Saisonende stehen viele Profis ohne Arbeitgeber da. Der auslaufende Vertrag wurde nicht verlängert, ein neuer Arbeitgeber ist noch nicht gefunden. Wir geben einen Überblick über einige namhafte Bundesliga-Spieler, hinter deren Zukunft noch ein Fragezeichen steht. 
  • Claudio Pizzaro: Der peruanische Evergreen in der Bundesliga wird nicht müde und möchte trotz seiner 38 Jahre seine Karriere fortsetzen – am liebsten bei seinem aktuellen Klub Werder Bremen. Doch im Verein ist man sich uneins, ein Verbleib steht auf der Kippe. Nach einem Bericht der "Bild" möchte Manager Frank Baumann gerne an dem Stürmer als Joker und Führungsperson festhalten, Trainer Alexander Nouri soll für Pizzaro (ein Saisontor) allerdings keinen Bedarf mehr sehen. Sollte eine Weiterbeschäftigung für Pizzaro scheitern, geht es wohl nur im Ausland weiter – oder es folgt doch das Karriereende. 
  • Halil Altintop: Im Saisonendspurt war er einer der ganz wichtigen Akteure für den Klassenerhalt des FC Augsburg. Mit einer Brandrede vor der Partie gegen Hamburg (4:0) rüttelte er die Mannschaft im richtigen Moment wach. Seit 2013 spielt der Türke für Augsburg und ist als Identifikationsfigur eigentlich nicht mehr wegzudenken. Allerdings steht eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages noch aus. Ein neues Arbeitspapier für den 34-Jährige dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein. "Es spricht wenig dagegen", äußerte sich Manager Stefan Reuter gegenüber "Bild".
  • Eric Maxim Choupo-Moting: In der abgelaufenen Saison konnte sich der Kameruner (23 Spiele, drei Tore) nicht mit seinem Verein Schalke 04 über eine Verlängerung einig werden. Ein Abgang schien wahrscheinlich – Besiktas Istanbul wurde öffentlich als das angestrebte Ziel genannt. Doch noch hat Choupo-Moting keinen neuen Vertrag unterschrieben. Wie "RevierSport" vermeldet, soll es nach dem Sommerurlaub auch neue Vertragsgespräche mit Schalke geben. 
  • Dennis Aogo: Seinen Vertrag bei Schalke bekam der ehemalige Nationalspieler nicht verlängert. Durch seine wenigen Liga-Einsätze (drei) konnte sich Aogo aber auch kaum für andere Vereine empfehlen. Zuletzt war er bei Aufsteiger Hannover 96 im Gespräch, wird nach Aussage von Klubchef Martin Kind allerdings nicht zu den Niedersachsen wechseln. Die Zukunft des 30-Jährigen ist ungewiss, möglich scheint der Schritt ins Ausland oder auch in die 2. Liga.
  • Alexander Baumjohann: Er galt als großes Talent, spielte bei Borussia Mönchengladbach, Bayern München und zuletzt für Hertha BSC. Doch seine Verletzungsanfälligkeit machte ihm einen Strich durch eine vorzeigbare Karriere. Bei Hertha stand er zuletzt auf dem Abstellgleis – und verpasste aufgrund von "Kommunikationsproblemen" zudem seine Verabschiedung im Stadion. Wie es bei ihm weitergeht, ist offen. Ein Engagement in der 2. Liga ist denkbar.
  • Roberto Hilbert: Alle seine sieben Spiele bestritt Hilbert in der abgelaufenen Saison unter Neu-Trainer Tayfun Korkut, eine Vertragsverlängerung in Leverkusen bescherte ihm sein Comeback trotzdem nicht. Für seine Zukunft gäbe es "Anfragen aus dem In- und Ausland – aber es ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen", sagte er zuletzt dem "Express". Gerade seine Erfahrung und seinen Qualitäten als Führungsspieler dürften den 32-Jährige für einige Klubs interessant machen. Zu Bayer wechselte er 2013 vom türkischen Verein Besiktas Istanbul. 
  • Johan Djourou: Beim HSV wurde der Schweizer in der laufenden Saison erst als Kapitän abgesetzt und anschließend ganz von Trainer Markus Gisdol ausgebootet. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit war damit ausgeschlossen. Wohin sein Weg führt, ist noch unbekannt. Einen Wechsel ins Ausland – insbesondere in seine Heimat Schweiz – schloss Djourou zuletzt nicht aus. 
(dbr)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bundesliga: Diese Spieler stehen ohne Verein da


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.