1. Bundesliga 16/17
| 20.20 Uhr

Schalke - Bremen 1:3
Bremer Altstars treffen beim Sieg gegen Schalke

Schalke - Bremen
Schalke - Bremen FOTO: ap
Gelsenkirchen. Tabellenplatz vier sollte es werden. Berlin, Leverkusen, Mönchengladbach und Wolfsburg hatten gepatzt. Doch der FC Schalke 04 nahm die Geschenke der Konkurrenz um die Europapokal-Plätze in der Fußball-Bundesliga nicht an. Dass die Gelsenkirchener gegen Werder Bremen gestern 1:3 unterlagen, lag vor allem an ihrer miserablen Chancenverwertung. Von Patrick Scherer

Nachdem es um die wahnwitzigen 50-Millionen-Euro-Gerüchte um Leroy Sane etwas ruhiger geworden war, beschäftigten sich die Schalker zuletzt mit möglichen Zugängen. Der Ausfall von Kapitän Benedikt Höwedes für rund zwölf Wochen mit Muskelfaserriss und Sehnenverletzung im rechten Oberschenkel beunruhigt Trainer André Breitenreiter. Alternativen für die Innenverteidigung sind knapp. Matija Nastasic ist noch verletzt, Felipe Santana (Krasnodar) wurde verkauft, Kaan Ayhan (Frankfurt) ist verliehen. Schalke-Boss Clemens Tönnies bestätigte in seiner gewohnt offenherzigen Art Gespräche mit Kevin Wimmer (Tottenham) und John Anthony Brooks (Hertha BSC). Das stieß in der Hauptstadt auf wenig Gegenliebe. Die Berliner Verantwortlichen vermuten ein gezieltes Störfeuer, werfen Schalke Unsportlichkeit vor und erteilten dem Transfer eine Absage. Ins Gesprächs gekommen ist nun Ex-Nationalspieler Serdar Tasci (Spartak Moskau), den Manager Horst Heldt aus der gemeinsamen Zeit in Stuttgart kennt.

Gestern nahm sich Roman Neustädter der Aufgabe neben Joel Matip an. Auf seiner angestammten Position im Mittelfeld wurde Neustädter indes nicht vermisst. Leon Goretzka, Johannes Geis und Max Meyer teilten sich die Aufgaben in der Zentrale. Viel Kreativität brauchte Schalke für seinen Führungstreffer nicht. Ein Eckball von Geis fand den Kopf von Matip – 1:0 nach vier Minuten. Bremen zeigte sich beeindruckt, und die Hausherren nahmen sich ihrer Favoritenrolle an. Es dauerte allerdings eine halbe Stunde, bis Schalke zu Torgelegenheiten kam. Klaas-Jan Huntelaar scheiterte innerhalb von sieben Minuten drei Mal: Mit elegantem Heber an der Latte, mit Gewaltschuss am Außennetz und beim Alleingang aufs Tor am technischen Unvermögen. Den zweiten Teil der Prophezeiung erfüllte Clemens Fritz eine Minute vor dem Halbzeitpfiff. Sein Schlenzer zum 1:1 sorgte für eine stattliche Diskrepanz zwischen Ergebnis und Spielverlauf.

Ein unmittelbarer Schalker Lerneffekt blieb aus. Sane vergab freistehend aus zwölf Metern, quasi im Gegenzug erzielte Claudio Pizarro das 2:1 (54.). Das Schalker Aufbäumen gegen die drohende Niederlage fiel zu zaghaft aus. Anthony Ujah unterstrich mit dem 3:1 den Unterschied in punkto Kaltschnäuzigkeit.

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