1. Bundesliga 17/18
| 12.03 Uhr

DFL hat entschieden
Videobeweis bleibt im Einsatz – ohne virtuelle Abseitslinie

Der Videobeweis in der Bundesliga: Fragen und Antworten
Der Videobeweis in der Bundesliga: Fragen und Antworten
Düsseldorf. Trotz der technischen Pannen zum Saisonstart wird der Videobeweis auch am zweiten Spieltag der Bundesliga zum Einsatz kommen. Vorerst werde aber auf den Einsatz der virtuellen Abseitslinie verzichtet. Das teilte die Deutsche Fußball Liga am Freitag mit.

"Der DFB und seine Schiedsrichter unterstützen ausdrücklich die Entscheidung, den Videoassistenten weiter einzusetzen, da er bereits bewiesen hat, dass er eine wichtige Unterstützung für die Unparteiischen sein kann", erklärte Hellmut Krug, Projektleiter und Schiedsrichter-Manager des DFB.

Der Verzicht auf die virtuelle Abseitslinie bedeute "keine entscheidende Einschränkung, da dem Videoassistenten ausreichend Kameraperspektiven zur Auflösung entsprechender Spielsituationen zur Verfügung stehen".

Am ersten Spieltag konnte der neue Videoassistent in einigen Spielen nur teilweise oder gar nicht eingesetzt werden. Die Ursache der technischen Probleme ist offiziell noch nicht bekannt.

Nach Angaben der Verbände soll am kommenden Bundesliga-Wochenende "ein durchgehender Funkkontakt gewährleistet werden". Entsprechende System-Veränderungen seien vorgenommen worden und "lassen nach Experten-Einschätzungen einen Einsatz des Video-Assistenten zu", hieß es.

Erstes Bundesliga-Tor nach Videobeweis FOTO: Screenshot ZDF

Die DFB und die DFL halten am bisherigen Konzept fest, weil es auch bei anderen System zu Störungen gekommen war. "Der störungsfreie Betrieb kann letztlich aber nur unter Live-Bedingungen unter Beweis gestellt werden. Mit Blick auf andere Ligen wird auch beim Einsatz von Systemen, bei denen der Video-Assistent in einem Van am jeweiligen Stadion arbeitet, von teilweise vergleichbaren Störungen berichtet", hieß es in er der Presseverlautbarung.

Die Glasfasernetze als Störungsursache bei der Verbindung der Stadien mit dem Video-Assist-Center in Köln wurden inzwischen ausgeschlossen. "Diese Einschätzung wurde durch eine umfassende Analyse bestätigt, die keinerlei Anzeichen für eine Überlastung des Glasfasernetzes feststellte", hieß es.

(can)
 
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