Frankfurt - Dortmund 0:2: BVB setzt Aufholjagd fort
zuletzt aktualisiert: 02.05.2009 - 20:00Frankfurt (RPO). Borussia Dortmund hat seine Aufholjagd im Rennen um einen Platz im internationalen Geschäft fortgesetzt. Das Team von Trainer Jürgen Klopp kam bei Eintracht Frankfurt zu einem 2:0 (0:0) und feierte den sechsten Sieg in Folge.
Den Revier-Rivalen Schalke 04 abgehängt, den Vereinsrekord aus dem Meisterjahr 2002 eingestellt und der Teilnahme am internationalen Geschäft wieder einen Schritt näher gekommen: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat dank des 2:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt seinen sensationellen Rückrunden-Lauf mit dem sechsten Sieg in Folge fortgesetzt und damit den Träumen von der Qualifikation für die neue Europa League neue Nahrung gegeben.
"Natürlich können wir noch auf einen Europapokal-Platz kommen, wenn wir die letzten vier Spiele gewinnen. Wir wollen als Team immer Erfolg haben und in dieser Saison noch etwas erreichen. Und es ist einfach ein geiles Gefühl, Teil dieses Erfolges zu sein", sagte BVB-Angreifer Mohamed Zidan, der laut Trainer Jürgen Klopp mit seinem Tor zum 1:0 (79.) kurz nach seiner Einwechslung "die Dose" für die Westfalen aufgemacht hatte. Der 2:0-Endstand resultierte aus einem Eigentor des Frankfurters Habib Bellaid (84.).
STATISTIK:
Frankfurt: Pröll - Jung, Russ, Bellaid, Spycher - Chris - Mahdavikia (83. Steinhöfer), Meier, Korkmaz (62. Bajramovic) - Fenin, Liberopoulos. - Trainer: Funkel
Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Felipe Santana, Dede - Kehl - Blaszczykowski (67. Kringe), Sahin - Hajnal - Frei (73. Zidan), Valdez (85. Tinga). - Trainer: Klopp
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore: 0:1 Zidan (79.), 0:2 Bellaid (84., Eigentor)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Beste Spieler: Pröll, Jung - Subotic, Valdez
Gelbe Karten: Bellaid (4), Chris (5), Fenin (5/1), Bajramovic - Felipe Santana (2)
Damit haben die Dortmunder vor dem spannenden Saisonendspurt den Rückstand auf den fünften Tabellenplatz weiter verkürzt. Am Sonntag können sich im Spiel zwischen dem Hamburger SV und Hertha BSC Berlin die direkten Konkurrenten zudem gegenseitig die Punkte wegnehmen, so dass die Westfalen vor den letzten vier Spieltagen ganz nah dran sind am Sprung auf die internationale Bühne.
"Wir wollen Woche für Woche weiter siegen und werden am Ende der Saison mitnehmen, was wir kriegen können. Und wenn irgendein Klub seinen Platz vor uns noch hergibt, werden wir diesen dankbar entgegennehmen", sagte der erneut starke Rechtsverteidiger Patrick Owomoyela, der das 1:0 durch Zidan mustergültig vorbereitet hatte. Die rund 10.000 Dortmunder Fans im mit 51.500 Zuschauern restlos ausverkauften Frankfurter Stadion dachten allerdings weniger an Europa, sondern freuten sich vor allem über die Niederlage der Schalker gegen Bayer Leverkusen (1:2): "Die Nummer eins im Revier sind wir!"
Unterdessen scheint Klopp, der die Europacup-Ambitionen der Westfalen im ersten Jahr unter seiner Regie bislang zurückhaltend kommentiert hatte, richtig Lust auf internationalen Fußball bekommen zu haben. "Die Mannschaft ist im Moment sehr stabil und will das Maximum aus dieser Saison herausholen. Wir werden sehen, wo wir am Ende landen", sagte Klopp, der noch ein extra Lob für Torschütze Zidan und Tamas Hajnal, der das Eigentor von Bellaid mit einem Pass in den Fünfmeterraum erzwang, parat hatte: "Das sind die Highlights, die wir brauchen, um solche Spiele zu gewinnen."
Für den erneut souveränen Schlussmann Roman Weidenfeller, der über eine mögliche Teilnahme an der Asien-Reise der deutschen Nationalmannschaft Ende Mai nicht mehr spekulieren mag, war vor allem der mit sechs Siegen in Serie eingestellte Rekord nach den vielen Remis in der Hinrunde "eine Genugtuung." Allerdings freute sich Weidenfeller auch über den Rückschlag der Schalker: "Wir werden versuchen, unsere Chance zu nutzen. Umso besser, dass Schalke verloren hat."
Während die Dortmunder Fans in der kommenden Woche also weiter von der Rückkehr auf die internationale Bühne träumen dürfen, geht es für die Hessen alleine um den Klassenerhalt. Große Sorgen machen sich die Frankfurter bei aktuell sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aber nicht mehr.
"Ich bin weiter felsenfest davon überzeugt, dass wir auch im nächsten Jahr in der Bundesliga wieder gegen Borussia Dortmund spielen", sagte Trainer Friedhelm Funkel, der ausnahmsweise mal keine "Funkel-raus-Rufe" über sich ergehen lassen musste. Und Vorstandschef Heribert Bruchhagen meinte: "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden."
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