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Dortmund - Karlsruhe 4:0: BVB setzt Rekord-Serie fort

zuletzt aktualisiert: 09.05.2009 - 17:48

Dortmund (RPO). Sieben Siege in Serie: Borussia Dortmund setzt seinen unglaublichen Lauf in der Fußball-Bundesliga weiter fort. Gegen Tabellenschlusslicht Karlsruher SC gewannen die Westfalen 4:0 (0:0).

Wegbereiter der Dortmunder Glückseligkeit: Dortmunds Jakub "Kuba" Blaszczykowski.  Foto: ddp, ddp
Wegbereiter der Dortmunder Glückseligkeit: Dortmunds Jakub "Kuba" Blaszczykowski. Foto: ddp, ddp

Sieben Siege in Serie, aber außer vielen Sympathien noch lange nichts gewonnen: Borussia Dortmund darf jedoch nach dem Vereinsrekord weiter von der Europa League träumen. "Wir sind nahe dran, aber noch nicht drin. Wir haben uns auf diese Spur begeben, auch in dem Wissen, dass es vielleicht am Ende nichts dafür gibt", sagte Trainer Jürgen Klopp nach dem 4:0 (1:0) der Westfalen über das Tabellenschlusslicht Karlsruher SC.

Den Fans ist's egal. Sie feierten die Mannschaft der Stunde, als hätte sie den Sprung auf die internationale Bühne drei Spieltage vor dem Ende der Saison besiegelt. "Oh, wie ist das schön", hallte es durch die mit 80.100 Zuschauern fast ausverkaufte Arena, während die BVB-Profis bereits nach vorn schauten. Für den Schweizer Nationalspieler Alexander Frei, der mit seinem 12. Saisontor (80.) für den Schlussakkord sorgte, führt der Weg nach Europa über Wolfsburg: "Am Dienstag, das wird das entscheidende Spiel. Wenn wir das gewinnen, dann können wir von den Sternen träumen."

Info

Statistik:

Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Felipe Santana, Dede - Kehl - Blaszczykowski (74. Kringe), Sahin - Hajnal (68. Boateng) - Frei, Valdez (75. Zidan). Trainer: Klopp

Karlsruhe: Miller - Görlitz, Franz, Drpic, Eichner - Engelhardt, Aduobe (61. Stindl) - Federico (61. Timm), Iaschwili - Kennedy, Freis. - Trainer: Becker

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Tore: 1:0 Blaszczykowski (25.), 2:0 Sahin (62.), 3:0 Felipe Santana (71.), 4:0 Frei (80.)

Zuschauer: 80.100

Beste Spieler: Sahin, Owomoyela - Kennedy

Gelbe Karten: Engelhardt (2), Görlitz (3), Aduobe (2)

Mit dem Selbstbewusstsein, mit dem die Schwarz-Gelben derzeit in den Bundesliga-Stadien von Sieg zu Sieg eilen, wollen sie auch beim Tabellenführer punkten, obwohl Kapitän Sebastian Kehl warnte: "Das wird sehr schwer. Der VfL hat nach der Pleite in Stuttgart etwas gutzumachen." Für Klopp gibt es ohnehin keinen perfekten Zeitpunkt, um gegen Wolfsburg zu spielen, "aber vielleicht auch einen besseren, um gegen uns zu spielen."

Vor dem Duell der beiden einzigen zu Hause noch ungeschlagenen Mannschaften appellierte Klopp an seine Mannschaft, die Gesamtsituation auszublenden und kündigte einige Korrekturen im Spiel an. Denn gegen biedere Karlsruher, die sich wie ein Absteiger präsentierten, leistete sich der BVB nach dem spektakulären Führungstreffer durch Jakub Blaszczykowski (25.) einige Leichtsinnigkeiten, die den Gästen beinahe zum Ausgleich verholfen hätten.

Doch Klopps Ansprache in der Halbzeitpause fand ihre Adressaten. Der erneut überragende Nuri Sahin (62.) und der Brasilianer Felipe Santana (71.) brachten die Borussen schließlich auf die Siegerstraße und verwandelte das Stadion in ein Tollhaus. "Jetzt gibt es viel zu tun, um in Wolfsburg über 90 Minuten gut auszusehen", meinte Klopp.

Scheinbar grenzenlose Euphorie bei den Borussen, Frust und Ratlosigkeit beim KSC: "Wir sind offenbar zu doof, alles spielt seit Wochen für uns. Wenn wir am Dienstag gegen Hannover nicht gewinnen, ist vermutlich alles vorbei", meinte ein sichtlich deprimierter Manager Rolf Dohmen und vermisste wie auch Trainer Edmund Becker "jegliche Aggressivität, Kampfgeist und Laufbereitschaft".

Vier Punkte trennen die offensivschwächste Mannschaft der Saison (21 Treffer) vom rettenden Ufer, doch es fehlt dem KSC offenbar an der Einstellung und dem Glauben, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. "Es war alles viel zu brav, wir hätten zeigen müssen, worum es geht. Wie es geht, haben uns die Dortmunder gezeigt. Wir müssen nun weiter investieren, aber das sagen wir ja nach jedem Spiel", klagte Kapitän Maik Franz.

Bei ihren Fans hat der KSC mit der schmerzhaften 20. Saisonpleite nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage weiteren Kredit verspielt. Viele der mitgereisten Anhänger hatten den Gästeblock schon vor dem Abpfiff geräumt und ihre blau-weißen Fahnen zurückgelassen. Die große Hoffnung auf zumindest einen Zähler in Dortmund war frühzeitig gestorben - und damit vermutlich auch schon die auf ein weiteres Jahr in der Erstklassigkeit.


 
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