Nationalstürmer dreht auf: Cacau: 7 Tore in 7 Tagen
zuletzt aktualisiert: 28.02.2010 - 11:46Stuttgart (RPO). So etwas nennt man einen Lauf: Vier Tore gegen den 1. FC Köln, ein Treffer gegen den FC Barcelona und nun zwei beim 2:1 gegen Eintracht Frankfurt - und das innerhalb von nur sieben Tagen.
Cacau ist beim VfB Stuttgart derzeit der gefeierte Spieler. Spätestens am Samstagnachmittag rechtfertigte der 28 Jahre alte Angreifer auch das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw, der ihn für das Länderspiel am Mittwoch in München gegen Argentinien berief.
Dabei war es bis zur Partie in Köln für Cacau gar nicht gut gelaufen. In der Hinrunde standen nur zwei Törchen in der Bilanz, dann warf den gebürtigen Brasilianer eine Verletzung zurück. Die WM-Teilnahme schien schon in weite Ferne gerückt. Doch nach der wohl besten Wochen seiner Karriere besitzt der VfB-Profi wieder gute Karten. "Er spielt etwas hängend. Er ist kein richtiger Stoßstürmer wie Kießling oder Gomez. Das ist schon ein Vorteil", meinte Stuttgarts Manager Horst Heldt zu den Aussichten Cacaus.
"Die WM ist ganz klar mein Ziel", sagte Cacau nach seinem Doppelpack gegen die Eintracht. Aber zunächst einmal sei die Partie gegen Argentinien "für mich als Brasilianer etwas ganz Besonderes".
Dass es für ihn momentan "nur schön auf dem Platz ist", hat für Claudemir Jeronimo Baretto, der seit dem 2. Februar 2009 deutscher Staatsbürger ist, einen einfachen Grund: "Ich bin mittlerweile viel gelassener geworden." Er sei sich aber bewusst, "dass der Druck auf mich nun steigen wird."
Keinen Druck will sich der Angreifer dagegen in Sachen Vertragsverlängerung machen. Er sei mit dem VfB im Gespräch, erklärte er dazu am Samstag nur kurz. Heldt unterstrich aber noch einmal ausdrücklich das Interesse der Schwaben an einer Fortsetzung des im Sommer auslaufenden Kontraktes. Mit sieben Treffern in einer Woche hat Cacau derzeit gute Argumente bei den Verhandlungen.
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