Borussia Mönchengladbach : Dante: "Die Fans dürfen träumen"
zuletzt aktualisiert: 15.02.2012 - 11:33Mönchengladbach (RP). Fußballprofi Dante, Abwehrchef von Borussia Mönchengladbach, spricht im Interview mit unserer Redaktion über den Höhenflug der Borussen und das Spiel am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern.
Borussia hat gegen Schalke eine großartige erste Halbzeit gespielt. War es die beste Halbzeit, seit Sie Borusse sind?
Dante: Es war klasse, ja. Wir haben schließlich gegen ein Spitzenteam gespielt, es war der Vierte gegen den Dritten. Und wir hatten die 120 Minuten von Berlin in den Knochen. Es hat einfach Spaß gemacht. Wir haben es als Mannschaft sehr, sehr gut gemacht.
Sie hatten in der Sommerpause Wechselgedanken, weil Sie im Europapokal und nicht gegen den Abstieg spielen wollen. Borussia hat nun zehn Punkte Vorsprung vor dem fünften Platz. Träumen Sie von der Champions League?
Dante, geboren am 18. Oktober 1983 in Brasilien, spielt seit Januar 2009 für Borussia Mönchengladbach.
Dante: Wir sollten nicht zu viel auf die Tabelle schauen. Sicher, wir haben diesen Vorsprung, aber das ist keine Garantie für irgendetwas. Wir haben die 43 Punkte, weil wir von Spiel zu Spiel denken. Wir wollten so weitermachen. Wir müssen weiter hart arbeiten und dürfen nicht zu euphorisch sein.
Die Fans träumen vom Meistertitel, ja sogar vom Double.
Dante: Die Fans dürfen träumen, das haben sie sich auch verdient. Wir Spieler müssen aber mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Wenn wir überheblich werden und nicht, wie bisher, auf jedes Spiel total fokussiert sind, kann es ganz schnell nach unten gehen. Es müssen wie bisher alle mithelfen, nur dann können wir weiter erfolgreich sein. Gegen Schalke waren wir sehr kompakt, darum haben wir gewonnen.
Sie sind Chef der aktuell besten Abwehr Europas. Macht Sie das stolz?
Dante: Das ist eine schöne Statistik. Aber dass wir so wenig Gegentore kassieren, ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Wir können viel erreichen, wenn es so bleibt. Aber wie gesagt: Dafür müssen wir weiter hart arbeiten.
Sie sind ein anspruchsvoller Spieler. Gefällt Ihnen das Offensivspiel Ihres Teams?
Dante: Es ist toll, was die Jungs da machen. Das schaue ich mir gern immer wieder an. Aber auch das ist ein Verdienst des gesamten Teams. Nur wenn wir weiter so zusammenarbeiten, können wir weiter Erfolg haben.
In Topspielen wie gegen die Bayern oder Schalke zeigt Borussia regelmäßig Topleistungen. In der Hinrunde tat sie sich aber gegen Teams wie Augsburg und Freiburg, die tief unten in der Tabelle stehen, schwer und verlor. Nun geht es zum 1. FC Kaiserslautern, der ebenfalls im Abstiegskampf steckt.
Dante: Sich für Topspiele zu motivieren, ist leicht. Da ist jeder Spieler total motiviert und läuft und kämpft bis zum Umfallen. Genau das müssen wir aber auch jetzt in Kaiserslautern zeigen. Lautern wird total heiß sein und voll auf Kampf setzen. Wir müssen das annehmen und genauso aggressiv sein. Wir wissen doch aus der vergangenen Saison, wie es ist, im Abstiegskampf zu sein. Und wir sollten aus den Niederlagen in Freiburg und Augsburg gelernt haben. Ein Team, das im Keller steht, ist immer ein schwerer Gegner. Man muss einen Gegner wie Kaiserslautern total respektieren, sonst gibt es ein böses Erwachen. Es wird ein Kampfspiel, und mit dieser Situation müssen wir umgehen.
Karsten Kellermann führte das Gespräch
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