Magath macht's möglich: Kein anderer Trainer der Fußball-Bundesliga hat in der Hinrunde so viel aus seiner Mannschaft herausgeholt wie Felix Magath bei Schalke 04. Ein Team, das zwar von den Personalkosten, aber nicht vom Leistungsvermögen ganz weit oben in der Liga angesiedelt ist, hat mit Platz zwei und 34 Punkten das Maximum erreicht.
Alles, was Magath anpackte, klappte: Mit seiner berüchtigten Medizinball-Vorbereitung legte er die körperlichen Grundlagen, die sich schon mehrmals auszahlten. Er zauberte immer wieder neue Unbekannte aus dem Hut, die die Etablierten verdrängten und einen neuen Schalker Jugendstil entwickelten. Moritz und Schmitz, Matip und Zambrano belohnten den Mut des Trainers mit Leistungen, die ihnen kaum jemand zugetraut hatte.
Und Magath brachte diejenigen wieder in die Spur, die in den vergangenen Jahren geschwächelt hatten - allen voran Kevin Kuranyi, der vom umstrittenen Chancentod zum Führungsspieler wurde.
Fast scheint es, als sei "Lehmann" die neue Maßeinheit für den Abstand zwischen zwei Fettnäpfchen. Jedenfalls ließ Jens Lehmann in der Hinrunde praktisch keine Möglichkeit aus, eine Seite von sich zu zeigen, die als Reaktion zumindest ein sehr starkes Kopfschütteln auslöst. Lehmann hat seit Saisonbeginn ein stattliches Sammelsurium eigenartiger Verhaltensweisen zusammengebracht. Zuletzt trat er in Mainz Gegenspieler Aristide Bance absichtlich auf den Fuß, zog bei seinem anschließenden Irrlauf am Bruchweg einem Zuschauer die Brille aus dem Gesicht und machte sich schließlich per Taxi davon.
Mittlerweile hat Lehmann auch die Abmahnung und die Geldstrafe in Höhe von angeblich 40.000 Euro für seine süffisanten Einlassungen nach der Trennung des VfB Stuttgart von Markus Babbel gezahlt. Fast schon vergessen ist die Szene mit einem Balljungen in Hannover, der ihm den Ball nicht anständig zuwarf. Lehmann tobte danach.
Erst gefeiert, dann gefeuert: Als Markus Babbel den VfB Stuttgart in der vergangenen Saison auf Platz drei in der Bundesliga und anschließend in die Champions League führte, lag ihm das Schwabenland noch zu Füßen. Doch am 6. Dezember entließ der VfB den 37-Jährigen nach 13 Monaten im Amt. Nur 12 Punkte aus 15 Spielen hatte der VfB geholt und war dadurch in akute Abstiegsgefahr geraten. Babbel wurde durch Christian Gross ersetzt. Im November 2008 hatte der frühere Münchner die Nachfolge von Armin Veh in Stuttgart angetreten. Die Stuttgarter waren zu diesem Zeitpunkt nur Tabellenzwölfter gewesen. Doch die Erfolge der vergangenen Rückrunde gerieten in dieser Saison schnell in Vergessenheit. Am Schluss konnte Babbel selbst von seinem Kumpel Horst Heldt, seines Zeichens Sportdirektor beim VfB, nicht mehr geschützt werden. Einen Vorteil hat der Rauswurf für den früheren Nationalspieler immerhin: Nun kann er in Ruhe seinen Lehrgang zum Erhalt der Fußballlehrer-Lizenz absolvieren.
Acht Tage nach seiner Entlassung als Trainer beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin sorgte Lucien Favre mit seiner privaten Pressekonferenz am 6. Oktober für einen skurrilen Racheakt. Der 51-Jährige lud Journalisten ins noble Adlon-Hotel und erläuterte seine Sichtweise zum Rauswurf. Innerhalb von nur vier Monaten hatte er in Berlin die Wandlung vom gefeierten Heilsbringer zur unerwünschten Person durchgemacht. Favre lobte seinen Intimfeind Dieter Hoeneß, dessen Rauswurf als Hertha-Manager er zuvor maßgeblich betrieben hatte. Er wetterte gegen Präsident Werner Gegenbauer, der lange Zeit sein Förderer war. Die Folge: Dem Schweizer wurde wegen vereinsschädigenden Verhaltens gekündigt, seine Abfindung von 1,4 Millionen Euro muss er nun vor dem Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erstreiten.
Als Bayer Leverkusen im Sommer Jupp Heynckes als Nachfolger für Bruno Labbadia aus dem Hut zauberte, schüttelten viele Experten den Kopf. Heynckes, das Auslaufmodell, ein Relikt vergangener Tage, und auf der anderen Seite die junge, launische Bayer-Elf. Ein Experiment, das zum Scheitern verurteilt schien. Doch weit gefehlt: Heynckes entpuppte sich als wahrer Glücksgriff. Der 64-Jährige brachte Ordnung und System ins frühere Harakiri-Spiel der Leverkusener, sorgte für ein angenehmes Betriebsklima und machte aus Talenten wie Toni Kroos und Stefan Kießling feste Größen. Das ist auch in Zahlen lesbar. Bayer steht seit dem achten Spieltag ununterbrochen an der Tabellenspitze und blieb als einziges Profiteam die gesamte Hinrunde über ungeschlagen. Und ganz nebenbei arbeitet Heynckes an seiner eigenen Erfolgsgeschichte: Seit 23 Bundesligaspielen hat der Coach nicht mehr verloren, seine letzte Niederlage kassierte er am 27. Januar 2007 mit Gladbach in Cottbus (1:3).
Diego Klimowicz muss sich vorgekommen sein wie im Hollywood-Klassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier": Der Stürmer des VfL Bochum sah am 15. Spieltag beim 1:1 in Stuttgart die Rote Karte - und mal wieder hatte sie Lutz Wagner in der Hand.
Viermal kassierte der Argentinier in bislang 210 Bundesliga-Spielen einen Platzverweis, viermal hieß der Referee Lutz Wagner. "Man könnte meinen, dass Diego ihm mal die Frau ausgespannt hat", sagte VfL-Kapitän Marcel Maltritz.
Am 13. August 2005 kam es für "Klimo" im Trikot des VfL Wolfsburg in Mönchengladbach erstmals zur schicksalhaften Begegnung mit dem Schiedsrichter aus Kriftel. Die Freundschaft der besonderen Art setzte sich bei den Spielen Wolfsburg gegen den MSV Duisburg am 1. April 2006 und Arminia Bielefeld gegen den VfL Bochum am 21. Februar dieses Jahres fort. Und als ob der Vorgang nicht schon kurios genug wäre - alle vier Spiele endeten 1:1.
Aron Schulz war sich keiner Schuld bewusst. "Ich habe doch nur meinen Job gemacht", sagte der 14 Jahre alte Schüler, der Jens Lehmann zur Weißglut getrieben hatte und den Keeper des VfB Stuttgart mit einer Aktion beinahe den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören ließ. Tatzeit: 24. Oktober 2009, 17.06 Uhr. Tatort: AWD-Arena Hannover. Vergehen: ungenauer Ballwurf. Es war die 81. Minute. Die Stuttgarter lagen mit 0:1 bei Hannover zurück. Lehmann kämpfte um jede Sekunde. Der Ausgleich sollte her. Der Schlussmann eilte zur Seitenlinie, um einen Einwurf auszuführen. Balljunge Schulz wollte jedoch nicht so wie Deutschlands frühere Nummer 1, warf die Kugel über den Keeper hinweg aufs Feld. Auf Lehmanns Kopf machte der Ball eine kurze Zwischenstation. "Lehmann hat mich dann gefragt: 'Was soll der Scheiß?'", berichtete Schulz. Die Fans waren amüsiert, Lehmann nur noch frustriert. "Ich gehe jetzt nach Hause und muss meine Kinder erziehen, damit wenigstens die korrekt werden."
Während sich seine Kollegen von Bayern München am 7. November in der Bundesliga noch zu einem 1:1 gegen Schalke 04 quälten, war Luca Toni schon auf dem Nachhauseweg. In der Halbzeit von Trainer Louis van Gaal ausgewechselt, flüchtete der stolze Italiener umgehend aus dem Stadion. Für den Weltmeister war es der Anfang vom Ende beim deutschen Fußball-Rekordmeister. In der Folgezeit ließ Toni keine Gelegenheit aus, um seine Aversionen gegen van Gaal öffentlich zu machen. Er sprach von "Zermürbung" und wochenlangen "Entbehrungen". Der Verein belegte den Angreifer wegen dessen wiederholter Attacken insgesamt mit 25. 000 Euro Geldstrafe. Ein Abschied des Torjägers in der Winterpause ist nach zweieinhalb Jahren und 38 Bundesligatoren längst beschlossene Sache. Toni will unbedingt in seine Heimat zurück, da ihm von seinem Land "alles" fehle, wie er zuletzt betonte: "Die Fans, die Freunde und meine Mutter."
Sie trafen aus allen Lagen. Insgesamt sechsmal. Und doch stand Hannover 96 am 16. Spieltag mit leeren Händen da. Die 3:5-Pleite bei Borussia Mönchengladbach war ein Fall für das Kuriositätenkabinett. Karim Haggui schnürte einen Doppelpack, Constant Djakpa legte einen weiteren Treffer nach - was sich für alle 96-Fans zunächst gut anhörte, war ein Desaster. Die beiden Afrikaner hatten ausschließlich ins eigene Netz getroffen.
Auf drei Eigentore in einem Spiel hatte es in fast 47 Jahren Bundesliga-Geschichte zuvor noch kein Team gebracht. Hannovers Keeper Florian Fromlowitz musste auch dem neutralen Beobachter fast schon leidtun. "Wenn es nicht so traurig gewesen wäre, hätte man beinahe darüber lachen können", sagte Pechvogel Haggui nach dem Spiel. Der Tunesier war erst der sechste Profi, der binnen 90 Bundesliga-Minuten gleich zweimal ins eigene Netz traf.
"Mensch Hertha, wat haste dir verändert", dürften viele Fußball-Fans zur Hinrunde gedacht haben. Der Titelaspirant der Vorsaison mutierte zum verspotteten Schlusslicht der Liga. Und mit welch einem Ausmaß: Die "alte Dame" schickt sich sogar an, den Minusrekord von Tasmania Berlin zu knacken. Der frühere Stadtrivale beendete die Saison 1965/66 mit 15:108 Toren und 8:60 Punkten. Es lief nichts zusammen beim Hauptstadt-Klub, der nach 13 Jahren Oberhaus dem Abstieg entgegenblickt. Trainer Lucien Favre musste nach dem siebten Spieltag seinen Hut nehmen. Nachfolger Friedhelm Funkel konnte das Team auch nicht vom Tabellenende loseisen. Mit neuen Spielern wie Theofanis Gekas soll in der Rückrunde die Wende geschafft werden, um den Super-Gau noch abzuwenden.
Der Aufstieg von Bayern München ist untrennbar mit zwei Namen verbunden: Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß. Der eine glänzte als Spieler, Interimstrainer, Lichtgestalt und Präsident. Der andere prägte über Jahrzehnte als Manager den Rekordmeister. Ohne Beckenbauer und Hoeneß wäre der FC Bayern wohl nicht die seit Jahren unumstrittene Nummer eins im deutschen Fußball. Am 27. November war die "Kaiserzeit" bei den Münchnern aber zu Ende. Beckenbauer wurde bei der Jahreshauptversammlung als Präsident und Aufsichtsratschef verabschiedet und fungiert künftig als Ehrenpräsident. Im Gegenzug wechselte Hoeneß, auch bekannt geworden als "Abteilung Attacke" der Münchner, vom Managerposten auf den Platz von Beckenbauer. Seit 1979 hatte der 57 Jahre alte Hoeneß, dessen Nachfolger im sportlichen Bereich Christian Nerlinger ist, die Geschicke der Bayern geleitet und den Verein wirtschaftlich in neue Dimensionen gebracht. Beckenbauer hatte das Präsidentenamt 1994 von Fritz Scherer übernommen.
Es ist nicht allzu lange her, da musste sich Stefan Kießling Spitznamen wie "Chancentod" oder "Stolperkönig" gefallen lassen. Kein Wunder, der Blondschopf hatte sich in den vergangenen Jahren nicht gerade als Torjäger entpuppt. Das hat seit dieser Saison ein Ende. Der gebürtige Franke erzielt Tore wie am Fließband, zwölf Treffer waren es bereits in der Hinrunde, womit seine Bestmarke aus dem Vorjahr bereits zur Halbzeit eingestellt war.
So könnte Kießlings Traum von der WM-Teilnahme in Südafrika dieses Jahr wahr werden. Bundestrainer Joachim Löw berief den 25-Jährigen, der 2006 für fünf Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg nach Leverkusen gekommen war, gegen die Elfenbeinküste (2:2) erstmals seit langer Zeit wieder in den Nationalkader. Nach derzeitigem Stand darf Kießling wiederkommen.
Noch im Juli kannten ihn nur die Insider, inzwischen hat sich Holger Badstuber einen Namen gemacht. Schon seit Saisonbeginn schenkt Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal dem 20-Jährigen das Vertrauen - und seitdem verrichtet der Profi-Neuling beim deutschen Fußball-Rekordmeister ruhig und souverän seinen Dienst als Abwehrspieler.
Zunächst agierte Badstuber neben Daniel van Buyten in der Innenverteidigung. Als dann die Not der Münchner auf der linken Seite immer größer wurde, übernahm der U21-Nationalspieler als Linksfuß eben diesen Part.
Zuletzt hatte Badstuber, dem sogar noch minimale Chancen auf eine WM-Teilnahme eingeräumt werden, beim 2:1 gegen Gladbach seine Torpremiere in der Bundesliga gefeiert und anschließend von "einem unvergesslichen Tag" gesprochen.
Es sollte der große Neubeginn werden, doch das Debüt endete mit einem Schock: Florian Kringe humpelte bei seinem Einstand für Hertha BSC Berlin bei der 1:2-Niederlage am fünften Spieltag beim FSV Mainz 05 schon nach neun Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz - die niederschmetternde Diagnose: Mittelfußbruch.
Vorausgegangen war ein Zweikampf des Mittelfeld-Allrounders mit dem Mainzer Elkin Soto. "Ich hatte mir so viel vorgenommen. Und jetzt das", sagte Kringe mit leiser Stimme.
Zu Saisonbeginn von BVB-Trainer Jürgen Klopp auf die Tribüne verbannt, war Kringe auf Leihbasis von Borussia Dortmund zum Hauptstadtklub gewechselt. Dort sollte der 27-Jährige eigentlich zum großen Hoffnungsträger werden. Nach einer langen Leidenszeit ist er nun praktisch der erste Winter-Neuzugang der Berliner. Beim 2:5 bei Bayern München gab er sein Comeback. "Ich hoffe, in der Rückrunde wieder voll angreifen zu können", sagt Kringe.
Er kostete keinen Cent und ist inzwischen für Bayer Leverkusen Gold wert. Die Rede ist von Sami Hyypiä. Seit der 36-jährige Finne die Abwehr der Rheinländer organisiert, gibt es für gegnerische Mannschaften kaum noch ein Durchkommen. Nur 13 Gegentore in 17 Spielen, dazu stand neunmal hinten die Null. Hyypiä selbst weist Zweikampfwerte von über 60 Prozent auf.
"Der Kerl ist einmalig. Ich kenne wenig Abwehrspieler seiner Klasse", schwärmt sogar Franz Beckenbauer vom Finnen. Kein Wunder, dass der kantige Abwehrspieler bei seinem alten Verein FC Liverpool Publikumsliebling war, bestritt er doch mehr als 460 Pflichtspiele in zehn Jahren für die Reds. Dabei gewann er mit dem englischen Rekordmeister den UEFA-Cup und die Champions League.
Die wohl einmalige Unglücksserie begann schon am 7. Juli im Testspiel gegen Wacker Innsbruck: Kreuzbandriss bei Alex Silva. Und so ging es weiter, ein Leistungsträger nach dem anderen fiel beim Hamburger SV während der Hinrunde mit teilweise schwersten Verletzungen aus. Paolo Guerrero, Collin Benjamin, Mladen Petric, Ze Roberto und so weiter. Anfang Dezember, vor dem Europa-League-Spiel gegen Rapid Wien befanden sich elf Spieler im Wert von rund 60 Millionen Euro im Lazarett oder waren zumindest nicht vollständig fit. "So eine Personalmisere habe ich noch nie erlebt", sagte Trainer Bruno Labbadia. Alle seriösen Planungen aus dem Sommer waren über den Haufen geworfen. Dennoch klagte Labbadia nie öffentlich. Das sportliche Ziel bis zur Winterpause wurde allerdings geändert. "Dranbleiben an der Spitze" lautete das Motto des Klubs, der nach sieben Spieltagen noch Tabellenführer war. Das ist einigermaßen gelungen, auch die Gruppenphase der Europa League wurde überstanden.
Am 10. November blieb die Welt stehen, der Schock war im ganzen Land zu greifen. Selten waren in Deutschland mehr Menschen ehrlich erschüttert als nach der Nachricht vom Selbstmord des Nationaltorwarts Robert Enke. Noch nie wurde ein derartig Prominenter so dramatisch zum Opfer seiner Krankheit, noch nie wurde die Fassade von den starken "Helden des Sports" so grausam eingerissen. Depressionen hatten dem Keeper von Hannover 96 den Lebensmut genommen. Auch deshalb waren die spontanen Trauerbekundungen der Fans so bewegend, war die Absage eines Testländerspiels der Nationalmannschaft so logisch, die Erschütterung der Kollegen so ehrlich und die allgemeine Bewunderung für die Witwe so echt. Es war viel von "Innehalten" und "Umdenken" die Rede, "Lehren" sollten gezogen werden. Hoffentlich bleibt davon wirklich etwas übrig im künftigen Miteinander im Geschäft Profifußball. Die Erinnerung an Robert Enkes Schicksal hat jedenfalls mehr verdient als nur einen Straßennamen in Hannover.
Rainer Wendt trieb der DFL und dem DFB die Zornesröte ins Gesicht. "In der derzeitigen Situation müssen wir leider jedem Fußball-Fan sagen: Wer ins Stadion geht, begibt sich in Lebensgefahr", sagte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft. Lebensgefahr bestand für die Anhänger allerdings zu keinem Zeitpunkt. Zudem hatte der Bundesgerichtshof die Regeln für Stadionverbote durch Fußball-Vereine als zulässig eingestuft. Wendt torpedierte aber einmal mehr die Beziehung zwischen den Fußball-Dachverbänden und der Behörde. Doch damit nicht genug. Zwei Wochen später attackierte Wendt erneut: "Im Moment ist es so: Die DFL kassiert Millionen und die Polizei die Prügel." Und auch gegen DFB-Boss Theo Zwanziger und DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn holte Wendt den Knüppel aus dem Sack: "Klar, die Lebensgefahr für den DFB-Präsidenten und seinen Sicherheitschef ist überschaubar. Der Herr Zwanziger und der Herr Spahn können sich höchstens an den Schnittchen im VIP-Raum verschlucken."