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Wir haben die Höhen und Tiefen in der Karriere des Oliver Kahn zusammengestellt.
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Der Anfang
1990 beginnt nach einem Fehler des damaligen KSC-Torwarts Alexander Famulla die große Karriere von Oliver Kahn. Zur Halbzeit liegt Karlsruhe gegen Bochum mit 1:2 hinten. Kahn wird eingewechselt, rettet mehrfach bei brenzligen Situationen und sichert so den 3:2-Sieg.
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Ehrgeiz, der ihn fast aufrisst
Zu Beginn seiner Karriere zeigte sich bereits sein außerordentlicher Ehrgeiz, als er bei einer Benefiz-Veranstaltung, bei der jeder Treffer gegen ihn 500 DM für einen guten Zweck bedeutet hätte, sämtliche Elfmeter hielt.
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Seine immer wiederkehrenden Ausraster
Im Jahr 1999 sprang er in Kung-Fu-Manier den Dortmunder Stephane Chapuisat an, im gleichen Spiel biss er Heiko Herrlich in den Hals. Selbst Mitspieler waren nicht vor ihm sicher, 1996 schüttelte er Andreas Herzog beim Spiel in Stuttgart ordentlich durch. In folgenden Jahren gab es immer wieder Tätlichkeiten die selten entsprechend geahndet wurden. Sein Handtor in Rostock wurde dabei als einer der wenigen Dinge mit gelb-rot bestraft.
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Die bitterste Niederlage
Champions League-Finale 1999, der FC Bayern führt bis zur 89. Minute mit 1:0, hätte längst alles klar machen können. Dann kassiert Bayern zwei Tore durch zwei Standartsituationen. Kahn ist beide Male machtlos.
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Die Golfballattacke
2000 wird Kahn im Freiburger Dreisamstadion von einem Golfball an der Schläfe getroffen und geht blutend zu Boden. Doch Kahn rappelt sich auf und spielt mit einem Verband um den Kopf zu ende. Die Bayern gewinnen mit 2:1.
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Das Foto-Finish
2001, 89. Spielminute. Soeben hat Sergej Barbarez das 1:0 für den HSV gemacht, die Bayern wären nur Vize-Meister. Kahn packt sich Samy Kuffour und brüllt: „Noch drei Minuten! Los jetzt! Noch drei Minuten!“ Der Rest ist Geschichte.
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Der größte Sieg
Champions League Finale 2001. Bayern gegen FC Valencia. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung steht es 1:1. Das Elfmeterschießen muss her. Kahn hält zwei Elfmeter und sichert seiner Mannschaft so den Titel.
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Die höchste sportliche Niederlage
Mit der deutschen Nationalmannschaft 2001 mit 1:5 gegen England im WM-Qualifikationsspiel. Mit dem FC Bayern 1:5 auf Schalke 2002. Die Schalker revanchierten sich für die verpasste Meisterschaft 2001. Ohnehin scheint die Arena Kahn nicht zu liegen, nach dem 0:2 auf Schalke 2003 forderte Kahn vor laufenden Kameras: „Eier, wir brauchen Eier.“
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Der entscheidende Fehler
Im WM-Finale 2002 unterläuft ihm in der zweiten Halbzeit der vielleicht entscheidene Fehler. Einen harmlosen Schuss von Rivaldo kann Kahn nicht festhalten, Ronaldo ist zur Stelle - 1:0 für Brasilien. Deutschland wird nur Vize.
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Führerscheinlos
Erst die betrogene Frau, dann der Führerschein (ebenfalls 2003). Kahn war in die nächste Falle getappt. Er wurde mit Tempo 154 (statt erlaubter 80 km/h) am Inntaldreieck geblitzt, musste für zwei Monate seinen Führerschein abgeben und 776 Euro Bußgeld zahlen
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Der Betrug
2003 betrog Oliver Kahn seine damals schwangere Frau mit dem Party-Girl Verena Kerth. Mit dieser ist er heute noch zusammen. Mit seiner Ex-Frau hat Kahn zwei Kinder.
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WM 2006
Bundestrainer Jürgen Klinsmann ernennt Jens Lehmann zu seiner Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Für Kahn bleibt nur die Bank. Von dieser kann er verfolgen, wie die deutsche Mannschaft von einer Euphorie-Welle getragen auf den dritten Platz kommt.
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Die größte Überraschung
Nach seiner Absetzung als Torwart Nummer eins im Nationalteam, erwarten viele den Rücktritt des Titanen. Doch der überrascht alle: „Es geht jetzt nicht mehr um persönliche Eitelkeiten und Schicksale, sondern um das ganz Große.“
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Die schönste Geste
Viertelfinale, WM 2006. Elfmeterschießen gegen Argentinien. Jens Lehmann sitzt im Gras und wartet auf den großen Showdown. Da erscheint sein Teamkollege Kahn, umarmt ihn und gibt ihm ein paar Worte mit auf dem Weg: „Das ist jetzt dein Ding,“ wird Kahn später zitiert. Für diese Geste erhalten beide ein paar Monate später den Bambi. Für ein Spiel indem der Titan nur Ersatz war.
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Der DFB-Abschied
WM 2006, Spiel um Platz drei. Bundestrainer Jürgen Klinsmann lässt Kahn für Lehmann spielen. Der Titan macht eines seiner besten Spiele für Deutschland. Das landet feiert ihn.
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Suspendierung aus dem Kader
2007 wird Kahn aus dem Kader gestrichen. Grund: Offenbar hat er seine Vorgesetzten angelogen. Kahn verließ die Weihnachtsfeier des Vereins vorzeitig, mit der Begründung er habe noch einen wichtigen Termin. Wenig später sieht man ihn mit Verena essen gehen.