Barrios, Ballack und Co.: Die Ladenhüter der Liga
zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 10:51Düsseldorf (RPO). Ihr Ziel ist ein Stammplatz, doch den behalten Lucas Barrios, Michael Ballack und Co. nur auf der Ersatzbank. Die erhofften Wechsel der Bundesliga-Ladenhüter sind nicht zustande gekommen.
"Die Rahmenbedingungen haben nicht gepasst", sagte BVB-Manager Michael Zorc zum geplatzten Wechsel von Barrios zum FC Fulham. Barrios, der Dortmund in der vergangenen Saison mit 16 Toren maßgeblich zur deutschen Meisterschaft verholfen hatte, stand bei Fulham ganz oben auf der Liste. Der geplatzte Wechsel kurz vor Ende der Transferperiode hat Auswirkungen auch auf andere Bundesligisten.
Sunderland, Arsenal, Manchester City, Malaga und am Ende auch Wolfsburg - die Liste der Interessenten für Barrios war Gerüchten zufolge lang. Als einziger ernsthafter Kandidat blieb mit Fulham der Tabellen-14. der englischen Liga übrig. Zehn Millionen Euro soll Dortmund für seinen bis 2014 vertraglich gebundenen Torgaranten der vergangenen zwei Jahren gefordert haben. Doch der von Hamburgs Ex-Coach Martin Jol trainierte FC Fulham bot deutlich weniger. Dortmund blieb hart und fürchtet keine Trotzreaktion des Spielers. "Lucas hat sich stets professionell verhalten. Da habe ich überhaupt keine Bedenken", sagte Zorc der "Bild"-Zeitung.
Bei Barrios ist von Bitterkeit nichts zu spüren. Im Gegenteil. "Ich bin glücklich, dass ich in Dortmund bleibe", sagte Paraguays Nationalspieler. Beeinflusst hätten ihn die Fans, die ihn am Samstag nach dem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim mit Sprechchören feierten. "Sie waren diejenigen, die meine Entscheidung änderten, doch zu bleiben und mir meinen Platz zurück zu erkämpfen", sagte Barrios, der 2009 für 4,2 Millionen Euro vom chilenischen Club Colo Colo wechselte.
Seinen Stammplatz verlor er vor der Saison wegen einer langwierigen Muskelverletzung an Robert Lewandowski. Der Pole (14 Saisontore) gibt BVB-Trainer Jürgen Klopp seither keinen Anlass für eine Stürmerrotation. Barrios hingegen blieb bei zehn Einwechslungen ohne Torerfolg. Zudem ist er derzeit nicht fit (muskuläre Probleme).
Nach dem Knatsch mit Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser deutete alles darauf hin, dass Michael Ballack Bayer Leverkusen noch im Winter verlässt. Jetzt bleibt der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän aber bis Saisonende bei der Werkself. In Bremen saß Ballack am vergangenen Wochenende 90 Minuten auf der Bank, und auch am Wochenende gegen den VfB Stuttgart wird der "Capitano" wohl nur zweite Wahl sein.
Michael wird definitiv nicht wechseln", sagte Ballack-Berater Michael Becker am Dienstag. Zuletzt waren Englands Rekordmeister Manchester United und der spanische Erstligist Real Mallorca als angebliche Kandidaten gehandelt worden. Im Sommer stünden Ballack laut Becker alle Türen offen: "Er könnte nach der Zeit in Leverkusen nach China, Arabien und in die USA gehen. Da kann sich jeder selbst überlegen, was er wohl machen wird", sagte Becker.
Vorerst führt Ballack die Liste der Ladenhüter allerdings an. Wer noch dazu gehört, sehen Sie hier!
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