1. Bundesliga 15/16 Bundesliga
| 14.51 Uhr

Fake-Accounts bei Twitter
Die misslungene Werbekampagne von Puma und Marco Reus

Düsseldorf. Diese Werbekampagne ist nach hinten losgegangen. Der Sportartikel-Hersteller Puma hat bei Twitter digitale Autogrammkarten von Fußball-Stars wie Marco Reus oder Cesc Fabregas an die Fans verschickt. Doch die User haben einen Weg gefunden, die Profis zu verunglimpfen.

Das Hashtag #Fastergraph macht es möglich: Fußball-Fans müssen ihre Idole nicht länger auf dem Trainingsplatz belästigen, um ein Autogramm von ihnen zu bekommen. Dank Twitter und einer Kampagne von Puma kann jeder Fan nun eine digitale Autogrammkarte einfordern. Wer #Fastergraph bei Twitter eingibt, äußert so den Wunsch nach einer Unterschrift seines Lieblingsspielers und erhält nur wenige Sekunden später ein Autogramm mit einer persönlichen Widmung, die sich an dem jeweiligen Usernamen orientiert. Einfacher geht es kaum.

Und genau das wird für Puma nun zum Bumerang. Einige User nutzen die Kampagne dazu, um die Fußballer zu verunglimpfen. Die Nutzer legten beispielsweise Accounts mit dem Namen "Cocaine" oder "IspreadEbola" an und forderten damit eine digitale Autogrammkarte ein. Das Resultat: Auf der Autogrammkarte von Reus ist der Satz zu lesen: "Kokain, ohne dich hätte ich es nie geschafft." Bei Cesc Fabregas vom FC Arsenal steht. "Ich verbreitete Ebola, vielen Dank für die Unterstützung." Auch Schimpfwörter stehen hoch im Kurs, wie das folgende Bild belegt.

Nach einem Bericht des "Stern" haben sich bereits mehr als 40.000 Fans an der Aktion beteiligt – allerdings will Puma die Kampagne wieder beenden. "In einigen wenigen Fällen wurden durch geänderte Twitter-Namen oder neue Twitter-Accounts Motive mit despektierlichen Aussagen erstellt. Aus diesem Grund hat sich Puma entschlossen, die Kampagne nach kurzer Zeit zu beenden, um damit einen möglichen weiteren Missbrauch zu verhindern", wird ein Unternehmenssprecher zitiert.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Die misslungene Werbekampagne von Puma und Marco Reus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.