Randale beim Derby: Dietmar Hopp: "Eine Art Krieg"
zuletzt aktualisiert: 03.03.2009 - 10:47Düsseldorf (RPO). Dietmar Hopp hat fassungslos auf die Ausschreitungen am Rande des badisch-schwäbischen Derbys zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart reagiert. "Hoffenheim wird oft mit fehlender Tradition in Zusammenhang gebracht. Wenn ich sehe, wie beim Baden-Württemberg-Derby so eine Art Krieg den Fußball überkommt. Da kann ich nur sagen: Tradition, nein danke", meinte Hopp mit einem Seitenhieb auf die etablierten Klubs.
Das Duell zwischen Karlsruhe und Stuttgart war am vergangenen Samstag mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen worden, nachdem KSC-Anhänger den Mannschaftsbus des VfB mit Flaschen beworfen und die Zufahrt zum Stadion blockiert hatten. Das Stuttgarter Team war deshalb erst knapp eine Stunde vor offiziellem Spielbeginn im Wildparkstadion eingetroffen.
Der VfB will die Karlsruher Fans, die den Stuttgarter Bus beschädigten, anzeigen. Diesen Schritt behalten wir uns auf jeden Fall vor. "Was da passiert ist, war ein Skandal. Die Polizei hat erst gar nicht eingegriffen, als unser Bus beschmissen wurde", erklärte VfB-Manager Horst Heldt in der "Bild"-Zeitung.
Zudem war es im Vorfeld der Partie in der Karlsruher Innenstadt zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fan-Gruppen gekommen. Die Polizei hatte daraufhin 150 Randalierer vorübergehend festgenommen.
Der DFB-Kontrollausschuss hatte dennoch keine Ermittlungen eingeleitet. Grund dafür war, dass weder im Bericht von Schiedsrichter Felix Brych (München) noch im Sicherheitsbericht von Ausschreitungen im Stadion die Rede gewesen war.
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