Bayer Leverkusen: Dutt: Verhältnis zu Ballack nicht belastet
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 29.01.2012 - 13:47Leverkusen (RPO). Bayer Leverkuens Trainer Robin Dutt hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, mit der Entscheidung, Michael Ballack beim 1:1 in Bremen am Samstag 90 Minuten auf der Bank zu lassen, habe er den 35-Jährigen gedemütigt.
"Ein würdiger Abschied für Michael bemisst sich nicht daran, ob er in den verbleibenden 15 Spielen immer über 90 Minuten spielt", sagte Dutt am Sonntagmorgen im "Doppelpass" von "Sport1".
Unter der Woche hatte Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser erklärt, dass Projekt Ballack sei nicht aufgegangen. Für Dutt ändert diese neue Lage jedoch nichts am Verhältnis zu seinem Mittelfeldspieler. "Das belastet unser Innenverhältnis nicht. Michael bekommt von mir Privilegien, aber während eines Spiels gilt ausschließlich das Leistungsprinzip", sagte Dutt.
Bayer 04 hatte in Bremen ohne Ballack nach Meinung vieler Akteure das bislang beste Spiel der Saison abgeliefert. Zudem zeigt sich das Team zunehmend genervt von der Diskussion um den Altstar. "Wir müssen uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren", sagte André Schürrle. "Man gewöhnt sich an das Theater", konstatierte Kapitän Simon Rolfes lapidar. Manuel Friedrich flüchtete sich derweil in beißende Ironie: "Ich konnte drei Tage lang nicht schlafen und war froh, dass ich die 90 Minuten durchgehalten habe. Das geht mir so ans Herz."
Holzhäuser schloss eine vorzeitige Trennung von Ballack nicht aus: "Sowohl Michael als auch wir sind Profis genug, diese drei Monate profihaft abzuwickeln. Sollte sich ein Verein melden, der an Michael Ballack Interesse hat, dann sind wir auch bereit, über das Thema zu reden. Aber aus heutiger Sicht ist das nicht der Fall", sagte Holzhäuser bei "Liga Total".
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