Kommentar zum Reus-Wechsel: Ein Geschäft für beide Seiten
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 05.01.2012 - 08:19Düsseldorf (RPO). Marco Reus mag ein bodenständiger Mensch sein, dem gute Kollegen und ein angenehmes Umfeld wichtig sind. Er ist aber auch ein Fußballprofi. Weder Geld noch Erfolg dürfen ihm da gleichgültig sein.
Er wird in Dortmund viel mehr verdienen als in Mönchengladbach, und er kommt in eine Mannschaft, die sich auch mit seiner Hilfe dauerhaft in der Champions League behaupten kann.
Das sind schöne Aussichten. Und das erklärt den Schritt von der einen zur anderen Borussia. Denn Mönchengladbach hat zwar ein entwicklungsfähiges Team. Aber es hat noch keine Spitzenmannschaft, selbst wenn der Höhenflug der Hinrunde etwas anderes vermuten lässt.
Vielleicht wird so mancher bei der niederrheinischen Borussia über die Ungerechtigkeiten der Profiwelt jammern. Aber auch die Gladbacher wildern natürlich bei kleineren Klubs.
Außerdem wird der Schmerz über den Verlust des besten Spielers mit einer zünftigen Ablösesumme gemildert. Und die Geschäftsführung darf sich durchaus für einen bemerkenswerten Transferüberschuss feiern lassen. Als Reus vor gut zwei Jahren aus Ahlen kam, kostete er die Borussia eine Million Euro. Der Wechsel bringt das Achtzehnfache ein. Das ist eine ordentliche Ausbildungs-Vergütung.
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