1. Bundesliga 17/18
| 17.27 Uhr

Frankfurt - Stuttgart 2:1
Haller schießt Frankfurt per Traumtor in der Nachspielzeit zum Sieg

Haller trifft mit akrobatischem Seitfallzieher in der Nachspielzeit
Haller trifft mit akrobatischem Seitfallzieher in der Nachspielzeit FOTO: dpa, hak
Frankfurt. Eintracht Frankfurt kann im eigenen Stadion doch noch gewinnen. Im 50. Spiel mit Trainer Niko Kovac besiegten die Hessen den VfB Stuttgart trotz langer Unterzahl 2:1 (1:0) und holte die ersten drei Heim-Punkte der Saison.

Die Gäste müssen hingegen weiter auf ihren ersten Auswärtspunkt nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga warten. Ante Rebic (42.) und Sebastien Haller (90.+3) trafen für die Eintracht. Simon Terodde (61.) hatte Sekunden nach seiner Einwechselung den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Für Stuttgart war es die siebte Bundesliga-Auswärtspleite in Folge.

In der 65. Minute nahm Schiedsrichter Felix Brych nach Absprache mit dem Video-Assistenten einen Elfmeter für den VfB zurück und entschied auf Freistoß von der Strafraumgrenze. Frankfurts Simon Falette sah in dieser Szene für seine Notbremse gegen Terodde die Rote Karte.

Die 51.500 Zuschauer in der ausverkauften WM-Arena bekamen eine sehr zerfahrene Anfangsphase zu sehen. Viele kleine Nickeligkeiten und Ungenauigkeiten im Passspiel störten den Spielfluss. Die erste gute Chance durch Stuttgarts Anastasios Donis resultierte aus einem Frankfurter Ballverlust (9.).

Die Eintracht musste auf den Japaner Makoto Hasebe verzichten, zudem fiel Neuzugang Gelson Fernandes aus. Dafür feierte Marc Stendera sein Comeback nach knapp fünf Monaten Verletzungspause. Insgesamt veränderte Trainer Niko Kovac seine Startelf im Vergleich zum 1:2 bei RB Leipzig auf fünf Positionen.

Die Gäste konnten wieder auf Chadrac Akolo zurückgreifen, der zuletzt wegen einer Oberschenkelzerrung gefehlt hatte. Zudem spielte zunächst Daniel Ginczek für Terodde im Sturm.

Der VfB konzentrierte sich zunächst auf die Defensive und lauerte auf Konter gegen die aufgerückte Frankfurter Viererkette. Trainer Hannes Wolf hatte gefordert, "mit aller Überzeugung, aller Kraft und allem Mut am Limit zu spielen".

Im Laufe der ersten Halbzeit wurden die Stuttgarter besser und trauten sich offensiv mehr zu. Doch die meist von Akolo eingeleiteten Angriffe endeten an der Frankfurter Strafraumgrenze. Bestraft wurden die Gäste dafür kurz vor der Pause, als der Ball unglücklich von Holger Badstuber in den Lauf von Rebic prallte, der Torwart Ron-Robert Zieler keine Chance ließ.

Nach dem Wiederanpfiff suchten die Gäste nach ihrer Chance zum Ausgleich. Die Eintracht stand aber zunächst sicher in der Abwehr, ehe Terodde nach einer Ecke zur Stelle war. In der Schlussphase vergab Frankfurt in Unterzahl noch einige gute Möglichkeiten, ehe der Franzose Haller der Eintracht doch noch drei Punkte bescherte.

Beste Frankfurter waren Rebic und Kevin-Prince Boateng, beim VfB überzeugten Akolo und Benjamin Pavard.

(sid)
 
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