Comeback nach Verbrennungen: Ende der Leidenszeit für Toprak in Sicht
zuletzt aktualisiert: 24.12.2009 - 10:02Freiburg (RPO). Etwas Besinnung und harte Arbeit fürs Comeback - so wird sich die Weihnachtszeit für Ömer Toprak gestalten. Mehr als ein halbes Jahr nach seinem schweren Unfall auf einer Kartbahn in Umkirch ist für den U19-Europameister von Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg das Ende der Leidenszeit in Sicht. Der 20-Jährige darf sich Hoffnung auf seine Rückkehr in der Rückrunde machen.
SC-Trainer Robin Dutt spricht von einem "internen Neuzugang" und glaubt an einen Einsatz von Toprak zum Rückrundenauftakt am 16. Januar beim Hamburger SV. Toprak selbst ist erstmal froh, dass er ganz langsam den Anschluss an die Mannschaft wieder geschafft hat. "Es geht mir gut. Das ist das Wichtigste", sagt der Verteidiger.
Am 9. Juni hatte Toprak bei einem Unfall auf einer Kartbahn Verbrennungen dritten Grades erlitten und danach zwei Monate lang im Krankenhaus in Tübingen gelegen. Insgesamt sieben Operationen hatte Toprak über sich ergehen lassen müssen, bei denen unter anderem Hauttransplantationen vorgenommen wurden. Ein Jahr lang darf er sich keinem starken Sonnenlicht aussetzen.
Große Schwierigkeiten verursachte auch das rechte Sprunggelenk, das durch die lange Zeit im Krankenhaus und die vielen Narben nicht so beweglich war. Deshalb war Toprak heilfroh, als er gegen Ende der Hinrunde wieder behutsam mit der Mannschaft trainieren konnte.
Nur einmal hat der gebürtige Ravensburger an der Fortsetzung seiner Karriere gezweifelt. "Da hatte ich einen schweren Alptraum und war an dem Punkt, alles hinzuschmeißen", sagt Toprak: "Aber meine Eltern und Freunde, der ganze Klub und die vielen Fans haben mir unglaublich viel Kraft gegeben."
Inzwischen blickt Toprak wieder optimistisch in die Zukunft. Das mündliche Abitur in Spanisch, das er durch den Unfall verpasst hat, will er nachholen und danach studieren. Nicht als "Plan B", wie Toprak betont, sondern neben der Fußball-Laufbahn.
Dazu arbeitet Toprak mit aller Geduld an sich. In der ganzen Zeit nach seinem Unfall hat er sich nicht beklagt, hat die Tortur der Reha-Maßnahmen auf sich genommen. "Das Ziel war immer klar: Dass ich zurückkomme", sagt Toprak: "Außerdem habe ich in der Klinik noch viel Schlimmeres gesehen."
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