1. Bundesliga 16/17
| 17.06 Uhr

Dortmund empfängt München
Bayern bangt um Robben und Vidal - Reus vor Rückkehr

Die Krankenakte des Arjen Robben
Die Krankenakte des Arjen Robben FOTO: dapd
München. Die personellen Voraussetzungen könnten beim FC Bayern vor dem Klassiker in Dortmund besser sein. Robben und Martínez trainieren noch nicht mit dem Team, Vidal und Costa kehrten erst am Donnerstag zurück. Ein lang ersehntes Comeback naht.

Arjen Robben und Arturo Vidal drohen dem FC Bayern München für den Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund auszufallen. Robben trainierte auch am Donnerstag im nasskalten München im Leistungszentrum und noch nicht auf dem Platz. Zwei Tage vor dem Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Live-Ticker) in Dortmund kehrte der bei zwei Länderspielen mit Problemen ausgewechselte Chilene Arturo Vidal erst nach München zurück. Vidal sei wie der Brasilianer Douglas Costa am Donnerstag "gut" wieder beim Verein angekommen, hieß es von Bayern-Seite.

Trotz eines Appells von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ("Der FC Bayern macht sich große Sorgen um die Gesundheit von Arturo") lief Vidal im Qualifikationsspiel gegen Uruguay (3:1) auf. In der 56. Minute musste er wieder ausgewechselt werden. Wie schon beim 0:0 gegen Kolumbien hatte er mit Muskelproblemen zu kämpfen. Fragen zu seinem Gesundheitszustand ließ Vidal nach dem Spiel unbeantwortet. Beim FC Bayern muss nun Trainer Carlo Ancelotti über einen Einsatz des angeschlagenen Mittelfeldakteurs befinden.

"Das muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden. Da hat man eine Verantwortung für sich selbst und für seinen Körper", sagte Abwehrspieler Jérôme Boateng am Donnerstag über den Auftritt von Vidal.

Boateng freute sich über das näher rückende Comeback des DFB-Kollegen Marco Reus beim BVB. "Klar freue ich mich für Marco, dass er wieder fit ist und vielleicht wieder im Kader", sagte der Innenverteidiger. "Nach dem Spiel am Samstag kann er auch gerne wieder erfolgreich sein."

Der seit zwei Wochen wieder voll belastbare Nationalspieler hat nach seiner langwierigen Verletzung intensiv an der Rückkehr gearbeitet und könnte zumindest wieder in den Kader rücken. Reus hatte seine bislang letzte Partie am 21. Mai im Pokal-Endspiel gegen den FC Bayern München bestritten. Wegen einer Entzündung und eines Einrisses am Adduktorenansatz musste der BVB-Profi auch auf die Europameisterschaft verzichten.

Für Robben wird es für Samstag eng. Zwar war bei dem Niederländer nach seiner vorsorglichen Auswechslung beim Länderspiel in Luxemburg keine "gravierende Verletzung" festgestellt worden. Aber der Flügelspieler ist immer noch im Wartestand.

Ohnehin fehlt Kingsley Coman, für den das Fußballjahr 2016 wegen einer Knie- und Sprunggelenksverletzung vorzeitig beendet ist. Auch Javi Martínez, der am Donnerstag wie Robben nicht mit dem Team trainierte, dürfte für die Partie in Dortmund kein Thema sein.

"Man muss das Beste draus machen. Es gibt natürlich bessere Voraussetzungen", sagte Weltmeister Boateng. "Wir werden uns nicht beklagen, wir haben trotzdem immer noch sehr gute Spieler und eine sehr gute Mannschaft. Wir wollen nach Dortmund fahren und dort auf jeden Fall etwas mitnehmen." Ihm selbst gehe es "viel besser". Boateng hatte wegen einer Kniereizung die Länderspiele abgesagt.

In der Tabelle liegen die Münchner als Spitzenreiter sechs Punkte vor dem Fünften BVB. Besonders brisant wird die Partie für Bayern-Verteidiger Mats Hummels und den Dortmunder Mario Götze nach ihren Vereinswechseln im Sommer. Auch Sebastian Rode wechselte vor der Saison von München zum BVB.

(dpa)
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