1. Bundesliga 16/17
| 10.04 Uhr

Die Tops und Flops der Saison
Gut, dass wir Thomas Müller nicht erfinden müssen

Die Tops und Flops der Saison
Die Tops und Flops der Saison FOTO: dpa, geb
Mit Neu-Coach Alexander Zorniger wollte der VfB Stuttgart die Liga aufmischen. Was folgte, war ein bemerkenswerter Absturz – und der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte. 

Denn die Profis verstanden die Idee des Coaches vom Überfallfußball etwa so gut wie Günther Oettingers Englisch. Unter Zorniger konnte der VfB gar nichts - nicht mal Hochdeutsch. Das Aus kam nach 13 Spielen, unter Nachfolger Jürgen Kramny kam der VfB nur zeitweise zurück in die Spur, versemmelte den Endspurt aber kolossal.

Somit ist der VfB der wohl größte Flop der abgelaufenen Saison 15/16 – aber bei weitem nicht der einzige. Komplett daneben ging auch das Gastspiel von Thomas Schaaf bei Hannover 96. Als Nachfolger von Michael Frontzeck war das einstige Werder-Urgestein in der Winterpause angetreten, 96 in der Bundesliga zu halten. Doch Schaaf ist in seinen 90 Tagen in Hannover krachend gescheitert, der Fußballlehrer fand keine Bindung zur Mannschaft, alle Änderungen und Taktiken der Marke Schaaf schlugen fehl, seine Einkäufe wie etwa Hugo Almeida floppten.

Deutlich mehr Erfolg hatten Dirk Schuster und Ralph Hasenhüttl, die die Aufsteiger Darmstadt 98 und den FC Ingolstadt in der Klasse hielten. Und auch Julian Nagelsmann, der jüngste Bundesliga-Trainer im Amt, schaffte mit 1899 Hoffenheim die Rettung.

Viel diskutiert wurde in dieser Saison über die Schiedrichter. Das klare Handtor des Hannoveraners Leon Andreassen war die kurioseste unter zahlreichen Fehlentscheidungen. 

Überzeugen konnte in der Liga dagegen wieder einmal der FC Bayern. Robert Lewandowski wurde der erste Torjäger seit Dieter Müller (1. FC Köln) vor 39 Jahren und erst der fünfte überhaupt, der 30 oder mehr Tore in einer Saison erzielt hat. Es müllert in München. Gleich im doppelten Sinne. Denn mal abgesehen von den 20 Toren und 7 Torvorlagen, die Thomas Müller in dieser Saison abgeliefert hat: Die ganze Bundesliga wäre ohne ihn arm dran. Dieser Thomas Müller ist vor allem auch das wahre Gesicht des deutschen Fußballs: Weil er sich stets so wohltuend abhebt von dessen antiseptischem Hochglanz.

Das waren die Tops und Flops der Saison 15/16.

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(areh/sid)
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