1. Bundesliga 16/17
| 22.05 Uhr

Bayern - Dortmund 5:1
Bayern zeigen dem BVB klar die Grenzen auf

Müller mischt sich ins Duell "Lewa vs. Auba" ein
Müller mischt sich ins Duell "Lewa vs. Auba" ein FOTO: ap
München. Thomas Müller feierte den nächsten Machtbeweis des FC Bayern ausgelassen mit den Teamkollegen vor der Südkurve, wenig später ordnete der herausragende Weltmeister den Rekordsieg gegen den vermeintlichen Verfolger Borussia Dortmund ein. "Das war ein Big Point - sieben Punkte Vorsprung und die Art und Weise des Sieges, das ist schon ein Signal", sagte Müller nach dem 5:1 (2:1) in einem oft hochklassigen deutschen Clasico.

Dank einer Gala-Vorstellung von Müller und Sturmkollege Robert Lewandowski untermauerten die Über-Bayern ihre Vormachtstellung im deutschen Fußball eindrucksvoll - und streben unaufhaltsam dem historischen vierten Titel in Folge entgegen. Nach dem achten Sieg im achten Ligaspiel und der Einstellung des Startrekords von 2012/13 hat das Team von Pep Guardiola sieben Punkte Vorsprung auf den BVB, acht sind es auf Schalke. Es droht längst Langeweile.

"Geschenkt wird uns auch weiter nichts, aber die Mentalität unserer Spieler ist unglaublich. Der Hunger ist bei allen da", sagte Müller. Tiefenentspannt und in Lederhosen gekleidet mahnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge allerdings: "Wir dürfen jetzt nicht arrogant werden. Unsere Parole lautet: Unaufgeregt weitermachen."

Pressestimmen: Bayern - BVB: "Was soll ich sagen, Pep?" FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

Für Dortmund war es nach 14 Pflichtspielen ohne Niederlage unter Trainer Thomas Tuchel der erste herbe Rückschlag der Saison und eine unerwartete Demütigung. Für Tuchel war es zudem eine Lektion seines Vorbilds Guardiola – der Trainer trat anschließend frustriert vor die Mikrofone.

"Wir haben am Anfang fast alles richtig gemacht, aber schon da hatten wir im letzten Drittel nicht die Konsequenz, die die Bayern später ausgezeichnet hat", sagte er bei Sky: "Wir müssen zurückkommen zu mehr Bissigkeit und Aufmerksamkeit."

Müller hatte vor 75.000 Zuschauern in einem sehr intensiven und temporeichen Topspiel in der 26. Minute mit seinem siebten Saisontor nach feinem Pass des starken Jerome Boateng die wichtige Führung erzielt. Anschließend verwandelte er einen Elfmeter sicher (35.), vorausgegangen war ein Foul von Henrich Mchitarjan an Thiago.

Doch fast im Gegenzug schlug die Borussia durch Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang zurück, der sein zehntes Saisontor markierte. Der Gabuner hat in bislang jedem Spiel getroffen. 23 Sekunden nach dem Wechsel war dann wieder einmal Lewandowski zur Stelle und legte mit Treffer Nummer elf im Baller-Duell erneut vor. In der 58. Minute krönte er den starken Bayern-Auftritt nach super Vorarbeit von Mario Götze, dem in der 66. Minute sogar das 5:1 gelang.

Die Borussia, die drei der letzten fünf Spiele in München gewonnen hatte, begann dabei durchaus selbstbewusst. Die Bayern hatten in der 4. Minute Glück, dass David Alaba von Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) nicht die Rote Karte sah. Der Österreicher hielt Aubameyang als letzter Mann fest, sah dafür aber nur Gelb.

Auch in der Folge hatten die Münchner defensiv einige Probleme, weil es in der Dreierkette um Javi Martinez etwas hakte. Nach vorne liefen sich die Bayern in der Anfangsphase gegen eine gut organisierte Borussia zudem immer wieder fest.

Müllers Treffer war jedoch der Brustlöser für die Bayern, am Ende setzte Tuchel auf Risiko und brachte Marco Reus sowie Adnan Januzaj - doch der Schuss ging nach hinten los. Dortmund erlebte gegen die Bayern über weite Strecken eine Lehrstunde.

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

FC Bayern München nimmt Borussia Dortmund mit 5:1 auseinander


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.