Nach Untersuchung von Stiftung Warentest: Frankfurt und Mainz stoppen Trikotverkauf
zuletzt aktualisiert: 22.10.2009 - 13:25Frankfurt/Main (RPO). Die Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt und FSV Mainz 05 haben auf eine Untersuchung der Stiftung Warentest reagiert und den Verkauf ihrer aktuellen Trikots mit sofortiger Wirkung gestoppt. Grund dafür ist die erhöhte Konzentration von sogenannten Weichmachern, die in den Beflockungen der Jerseys enthalten sind.
Zudem bieten beide Bundesligisten eine Umtauschmöglichkeit an. Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen kündigte an, seine mit einem "befriedigend" benoteten Trikots einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Bedenkenlos können die jugendlichen Fans dagegen die Trikots der Nationalmannschaft tragen. Sie erhielten die Note "gut".
Die Stiftung Warentest hatte die Trikots auf verschiedene Komponenten wie Haltbarkeit, Passform und Schadstoffe überprüft. Bei denen von Frankfurt und Mainz, die jeweils ein "mangelhaft" erhielten, fiel ein hoher Anteil von Weichmachern auf. Diese können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. In Spielzeugen sind sie in Europa bereits verboten.
"Uns haben die Untersuchungsergebnisse überrascht und wir haben sie mit Sorge aufgenommen. Obwohl es keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Nachteile bei normalem Gebrauch unserer Trikots gibt, haben wir uns vorsichtshalber entschlossen, den Verkauf zu stoppen und den Fans die Möglichkeit des Trikotumtauschs anzubieten", sagte Mainz-05-Präsident Harald Strutz.
Thomas Pröckl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Eintracht Frankfurt, erklärte: "Die Untersuchungsergebnisse haben uns überrascht und natürlich aufgeschreckt, so dass wir sofort gehandelt haben. Selbstverständlich werden wir die aktuellen Heimtrikots umtauschen." Man werde die Trikots nun genaueren Untersuchungen unterziehen.
Dies wird auch in Leverkusen geschehen. In den Bayer-Kindertrikots waren Schwermetalle gefunden worden. Zudem wies die Beflockung Mängel auf. "Sollten sich die Ergebnisse der Stiftung Warentest bestätigen, werden wir die notwendigen Anpassungen bis hin zur Umtauschaktion umsetzen", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.
Spitzenreiter in Sachen Qualität waren vier Vereine, die von adidas beliefert werden: Bayern München, der Hamburger SV, der deutsche Meister VfL Wolfsburg und Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Außerdem erhielten 1899 Hoffenheim, Hertha BSC Berlin und der 1. FC Köln die Note "gut". Die größten Verarbeitungsmägel fand die Stiftung Warentest bei den Trikots von Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart.
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