1. Bundesliga 16/17
| 14.46 Uhr

Letzter Einsatz bei Bayern gegen Juve
Beckenbauer hört als Sky-Experte auf

Franz Beckenbauer verlässt Sky - auch wegen dem Tod von Sohn Stephan
Franz Beckenbauer macht bei Sky Schluss. FOTO: dpa
München. Franz Beckenbauer wird im Rahmen des Achtelfinal-Rückspiels der Champions League zwischen dem FC Bayern München und Juventus Turin am Mittwoch letztmals als Experte für Sky tätig sein. Der "Kaiser" und der Pay-TV-Sender gehen danach getrennte Wege. Das gab der Sender wenige Stunden vor Anpfiff des Spiels bekannt.

"Nach den turbulenten Ereignissen der letzten Monate, insbesondere auch nach dem schweren privaten Schicksalsschlag, ist es der Wunsch von Franz Beckenbauer, mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben. Deshalb hat er Sky gebeten, die langjährige Zusammenarbeit nach dieser Partie auf unbestimmte Zeit nicht fortzuführen", hieß es in einer Mitteilung von Sky mit Blick auf den Tod von Beckenbauers Sohn Stephan sowie die Korruptionsgerüchte rund um die WM 2006. Deshalb habe Beckenbauer Sky gebeten, die langjährige Zusammenarbeit nach dieser Partie auf unbestimmte Zeit nicht fortzuführen.

"Ich bin jetzt 70 Jahre alt, stehe seit über 50 Jahren in der Öffentlichkeit und bin für den Fußball – ob als Spieler, Trainer oder Funktionär – zig Mal um die Welt gereist. Nach so langer Zeit möchte ich mir eine Pause gönnen. Sky sowie all den langjährigen Weggefährten und Kollegen dort danke ich für die intensive und gute Partnerschaft über die Jahre, und ich freue mich auf weiterhin viele spannende und unterhaltsame Fußballsendungen", sagte Beckenbauer zu seiner Entscheidung.

Beckenbauer arbeitet seit 25 Jahren als Experte für die Unterföhringer und gehörte schon im ersten Sendejahr 1991 zur Mannschaft von Sky-Vorgänger Premiere. "Wir respektieren diesen Wunsch von Franz Beckenbauer und nehmen ihn mit Bedauern zur Kenntnis. Es war allen Kollegen bei Sky sowie mir selbst eine große Freude, über insgesamt 25 Jahre mit Franz zusammenzuarbeiten. Seine Persönlichkeit und seine fachkundigen Analysen haben unsere Sendungen ebenso bereichert wie seine charmante Art. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und bedanken uns bei ihm für seine Unterstützung", wird Sky-Boss Carsten Schmidt zitiert.

Beckenbauers Abschied von Sky bedeutet für den Sender den zweiten Verlust einer prägenden Figur seiner Fußball-Berichterstattung innerhalb kurzer Zeit. Marcel Reif, der bekannteste Kommentator von Sky, hatte im Januar angekündigt, nach dem Ende der Bundesliga-Saison im Mai aufhören zu wollen.

(seeg/dpa/sid)
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