1. Bundesliga 16/17
| 17.14 Uhr

Ronaldo und Messi abgeschlagen
Junuzovic und Calhanoglu: die Freistoßexperten der Bundesliga

Die besten Freistoßschützen seit 2013/14
Die besten Freistoßschützen seit 2013/14 FOTO: dpa, fg gfh
Düsseldorf. Cristiano Ronaldo? Lionel Messi? Zlatan Ibrahimovic? Nein, Miralem Pjanic vom AS Rom führt eine Rangliste der besten fünf europäischen Ligen an. Der Mittelfeldspieler ist derzeit der beste Freistoßschütze Europas. Aus der Bundesliga sind Zlatko Junuzovic (Werder Bremen) und Hakan Calhanoglu (Bayer Leverkusen) unter den Top Ten vertreten. Das oben genannte Trio rangiert sogar am Ende der Rangliste.

Das Internetportal "Whoscored" hat die Versuche und Tore aus direkten Freistößen seit der Saison 2013/14 aufgelistet und die Trefferquote berechnet. In der Rangliste kommen nur Spieler vor, die seit Beginn der Aufzeichnung mindestens 20 Freistöße geschossen und drei davon verwandelt haben. Gewertet werden nur die Freistöße in der jeweiligen nationalen Liga.

Bester Freistoßschütze Europas ist demnach Pjanic. Der Mittelfeldspieler verwandelte sieben von 38 Versuchen direkt und kommt auf eine Quote von 18,4 Prozent. Junuzovic rangiert mit fünf Treffern bei 35 Versuchen (14,3 Prozent) auf Platz sechs. Leverkusens Freistoß-Experte Calhanoglu hat im Vergleich zu Pjanic und Junuzovic viel mehr Versuche auf dem Konto. Bei 82 direkten Freistößen war der Türke elfmal erfolgreich – das macht eine Trefferquote von 13,4 und Platz neun in der Rangliste. Calhanoglu ist der Schütze mit den meisten Freistoß-Treffern in der Rangliste.

Im direkten Duell zwischen Leverkusen und Rom in der Champions League hat übrigens Pjanic die Nase vorn: Beim irren 4:4 im Hinspiel verwandelte der Bosnier einen Freistoß zum zwischenzeitlichen 3:2.

Die drei Superstars Ronaldo, Messi und Ibrahimovic rangieren unter den letzten fünf Spielern des Rankings. Ronaldo, dessen Verhalten bei Freistößen viele Fans stets zur Weißglut treibt, trat seit 2013/14 73 Mal zu einem Freistoß an. Dabei erzielte der dreimalige Weltfußballer magere fünf Tore. Das sind gerade einmal 6,8 Prozent. Noch schlechter sind allerdings Messi (70 Versuche/4 Tore, 5,7 Prozent) und Ibrahimovic (61/3/4,9). Große Spieler sind also nicht von Geburt aus mit dem Freistoß-Gen ausgestattet.

Am Ende der Liste ist übrigens noch ein Spieler aus der Bundesliga zu finden. Schalkes Johannes Geis, der als Experte für Standardsituationen gilt, erzielte drei Tore in 76 Versuchen (3,9 Prozent). Sagen wir mal so: Das ist ausbaufähig. Immerhin befindet sich Geis in prominenter Gesellschaft.

(seeg)
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