Bundesliga: Gladbach trennt sich von Frontzeck
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 13.02.2011 - 20:10Mönchengladbach (RP). Michael Frontzeck ist nicht mehr Trainer von Borussia Mönchengladbach. Das teilte der Bundesliga-Letzte am Sonntag um 18.01 Uhr in einer Pressemeldung offiziell mit.
In der Winterpause hatte Borussia noch an Frontzeck festgehalten, hatte ihm die Rettung trotz der katastrophalen Hinrunde zugetraut. Nach den beiden Auswärtssiegen in Nürnberg und Frankfurt sah es so aus, als könnte Frontzeck das Team in das richtige Fahrwasser bringen. Nun aber die Kehrtwende: "Nach den beiden Niederlagen gegen unsere beiden direkten Konkurrenten Stuttgart und St. Pauli mussten wir unsere Situation neu überdenken. Das war für uns eine sehr schwierige Entscheidung", begründete Sportdirektor Max Eberl diese.
"Wir hätten uns alle sehr gewünscht, die gesteckten Ziele gemeinsam mit Michael Frontzeck zu erreichen. Nach den jüngsten Ergebnissen haben wir uns aber entschieden, den Trainer zu wechseln", sagte Vizepräsident Rainer Bonhof.
Ein Nachfolger Frontzecks steht noch nicht fest. Als Kandidaten werden der frühere Stuttgart-Trainer Christian Gross und Borussias U23-Trainer Sven Demandt gehandelt. Auch Marcel Koller und Lucien Favre könnten für Borussia interessant sein.
Frontzeck zeigt Verständnis
Der nun Ex-Trainer Michael Fronzteck sagte im Gespräch mit unserer Redaktion: "Es ist legitim, dass der Klub die letzte Möglichkeit versucht, noch etwas zu bewegen. Man muss alles versuchen. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das Team die Qualität hat, die klasse zu halten", sagte Frontzeck.
"Es ist schade, dass nach einer relativ stabilen Saison in diesem Jahr so viele Komponenten zusammen gekommen sind. Ich fühle mich aber nicht als ein Opfer der Umstände. Wir hatten mit den Auswärtssiegen alles gut vorbereitet, haben dann im VfB-Spiel geführt, es aber fahrlässig abgegeben. In St. Pauli lag es nicht an der Einstellung der Mannschaft, dass wir verloren haben", sagte Frontzeck. Er will sich heute von der Mannschaft verabschieden und dann "erstmal zur Ruhe kommen".
Krisensitzung am Morgen
Am Sonntag hatte es zunächst eine Krisensitzung gegeben. Nach dem Gespräch mit Eberl, Bonhof und Geschäftsführer Stephan Schippers hatte Frontzeck erklärt: "Natürlich mache ich weiter. Ich bin noch Trainer. Ich habe gesagt, dass ich meinen Vertrag erfülle. " Der Vorstand hatte weitere Beratungsgespräche angekündigt und entschied sich dann gegen Frontzeck.
Frontzeck hatte am 1. Juli 2009 das Traineramt bei der Borussia übernommen. Sein Vertrag wurde im Juli 2010 bis 2013 verlängert. Über einen möglichen Nachfolger äußerte sich der Klub zunächst nicht.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

























