Borussia Dortmund: Großkreutz verlängert, Ovationen für Rauball
zuletzt aktualisiert: 28.11.2010 - 16:02Dortmund (RPO). Standing Ovations für die Profis des Bundesliga-Tabellenführers Borussia Dortmund und den alten und neuen Präsidenten Reinhard Rauball: Der 63-Jährige wurde auf der stimmungsvollen Mitgliederversammlung des BVB in der Dortmunder Westfalenhalle wie erwartet und ohne Gegenstimme für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Rauball, der die Borussia bereits von 1979 bis 1982 und 1984 bis 1986 führte, trat das Amt 2004 beim damals hochverschuldeten und vor der Insolvenz stehenden börsennotierten Traditionsklub als Nachfolger von Gerd Niebaum an.
Der seit 2007 in Personalunion auch als Liga-Präsident tätige Jurist übernahm vor sechs Jahren in einer fast aussichtslosen Situation zum insgesamt dritten Mal die Verantwortung und leitete zusammen mit Hans-Joachim Watzke, dem Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH und Co. KGaA, die fortschreitende erfolgreiche Sanierung des Klubs. Damit ist er indirekt für den sportlichen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre verantwortlich.
"Wir wollen weiterhin den maximalen Erfolg, ohne neue Schulden zu machen", sagte Watzke den 929 anwesenden Mitgliedern, die den BVB-Kader und Trainer Jürgen Klopp am Tag nach dem 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach mit minutenlangem Applaus bergrüßten. "Wir haben eine Mannschaft mit einem extrem positiven Charakter, die inzwischen eine Vorbildfunktion für ganz Deutschland hat und exzellenten Fußball spielt", ergänzte Watzke und verkündete zugleich die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Nationalspieler Kevin Großkreutz um weitere zwei Jahre bis 2014.
Watzke verwies besonders auf die vertrauensvolle Arbeit mit Coach Klopp und Sportdirektor Michael Zorc, den er als "derzeit wohl besten Manager der Bundesliga" lobte, als Basis für den momentanen Erfolg, "weil sich dies auch auf die Mannschaft überträgt". In den nächsten Wochen will Zorc auch die am Saisonende auslaufenden Verträge mit Torhüter Roman Weidenfeller und Patrick Owomoyela sowie den Kontrakt mit Nationalspieler Marcel Schmelzer vorzeitig verlängern.
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