Nürnberg - KSC 0:2: Hajnal erlegt den Club
zuletzt aktualisiert: 12.08.2007 - 19:06Nürnberg (RPO). Pokalsieger 1. FC Nürnberg hat einen Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Hans Meyer unterlag am Sonntag im Heimspiel gegen Aufsteiger Karlsruher SC 0:2 (0:1). Matchwinner der Badener war Neuzugang Tamas Hajnal, der beide Treffer erzielte (44./74.). Somit ermöglichte der Ungar den Gästen die gelungene Rückkehr ins Oberhaus nach neun Jahren Abstinenz.
Hans Meyer hatte nach dem Fehlstart einen dicken Hals, doch auch bei Karlsruhes Edmund Becker herrschte nach seinem Premierensieg in der Bundesliga keine Euphorie. "Ich war als Spieler schon einmal nach zwei Spieltagen Tabellenführer und bin am Ende abgestiegen", bremste Becker die Euphorie. FCN-Coach Meyer dagegen vermisste den "Club" der letzten eineinhalb Jahre. "Wir haben Fehler gemacht, Karlsruhe hat das gnadenlos ausgenutzt", sagte er.
Matchwinner der Badener war Neuzugang Tamas Hajnal, der beide Treffer erzielte (44./74.). Somit ermöglichte der Ungar den Gästen die gelungene Rückkehr ins Oberhaus nach neun Jahren Abstinenz.
"Wir haben erst ein Spiel absolviert und drei für uns wichtige Punkte geholt. Wir haben noch 33 schwere Spiele vor uns. Vor allem in der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass wir noch sehr viel zu tun haben", sagte Becker. Meyer war nur mit der Anfangsphase zufrieden: "Bis zum 0:1 hatten wir das Spiel im Griff, haben es aber versäumt, ein Tor zu machen."
Vor 45.419 Zuschauern begannen beide Mannschaften zunächst äußerst vorsichtig. Einzig zwei Unaufmerksamkeiten in der KSC-Abwehr sorgten in der Anfangsphase für Aufregung. Zunächst blockte Angelos Charisteas einen Befreiungsschlag von Torwart Markus Miller ab (6.), zwei Minuten später umkurvte der rechtzeitig von einer Oberschenkelverhärtung genesene Robert Vittek den KSC-Keeper, um dann jedoch am leeren Tor vorbeizuschieben.
Meyer hatte in Torhüter Jaromir Blazek, Charisteas und Zvjezdan Misimovic drei Neuzugänge in der Startelf aufgeboten. Zudem beorderte er überraschend Kapitän Tomas Galasek neben Andreas Wolf in die Innenverteidigung, Michael Beauchamp rückte dafür ins defensive Mittelfeld.
Auch Meyers Kollege "Ede" Becker vertraute zu Beginn in Christian Timm, Hajnal und Andreas Görlitz drei neuen Spielern. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Nürnberger die Kontrolle, ohne jedoch das zielstrebige Kominationsspiel der vergangenen Saison aufziehen zu können.
Der Aufsteiger bemühte sich zwar, selbst in der Offensive Akzente zu setzen, blieb aber weitgehend harmlos, obwohl die umformierte Abwehr der Gastgeber nicht immer sattelfest wirkte. Die erste Chance hatte Hajnal, dessen Distanzschuss den neuen Keeper Blazek aber vor keine Probleme stellte (33.).
Vier Minuten später reagierte der Tscheche glänzend gegen Timm. Mit der dritten Chance kam der KSC in der 44. Minute zur Führung. Nachdem Michael Mutzel noch die Latte getroffen hatte, schob Hajnal zur etwas schmeichelhaften Führung ein.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Meyer für den enttäuschenden Ivan Sajenko Abwehrspieler Lars Jacobsen. Kristiansen rückte dafür nach vorn auf Sajenkos Position. Doch erst mit der Einwechslung von Marek Mintal und Joshua Kennedy konnte der FCN mehr Schwung entfachen.
Mintal scheiterte jedoch mit den besten Chancen an Miller, der zunächst den Distanzsschuss des Slowaken glänzend parierte (62.), ehe Mintal fünf Minuten später knapp vorbeizielte. Einen Fehler von Blazek, der den Ball nach einer Flanke von Sebastian Freis fallen ließ, nutzte Hajnal dann zu seinen zweitem Treffer.
Bei den Nürnbergern verdienten sich Vittek und mit Abstrichen Misimovic die besten Noten. Auf Seiten der Gäste gefiel neben Hajnal vor allem Timm.
Statistik
Nürnberg: Blazek - Reinhardt, Wolf, Galasek, Kristiansen - Beauchamp - Engelhardt, Misimovic (59. Mintal) - Vittek, Charisteas (59. Kennedy), Sajenko (46. Jacobsen). - Trainer: Meyer
Karlsruhe: Miller - Görlitz, Eggimann, Franz, Eichner - Mutzel, Aduobe (56. Staffeldt) - Timm, Hajnal (87. Iaschwili), Carnell - Kapllani (72. Freis). - Trainer: Becker
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Hajnal (44.), 0:2 Hajnal (74.)
Zuschauer: 45.419
Beste Spieler: Misimovic, Vittek - Timm, Hajnal
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: Engelhardt - Görlitz, Timm
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