1. Bundesliga 16/17
| 17.23 Uhr

Hamburg - Frankfurt 0:0
HSV lässt gegen Frankfurt beste Chancen liegen

Hamburg - Frankfurt
Hamburg - Frankfurt FOTO: dpa, dan hak
Hamburg. Der Hamburger SV hat seine Heimserie unter Trainer Bruno Labbadia ausgebaut, aber trotz eines lange dominanten Auftritts seinen dritten Saisonsieg verpasst. Die spielerisch überzeugenden Hanseaten ließen beim 0:0 gegen Eintracht Frankfurt beste Torgelegenheiten aus – und damit im sechsten Spiel vor heimischem Publikum seit Labbadias Rückkehr auch die Chance auf den Sprung ins obere Mittelfeld der Fußball-Bundesliga.

Die Eintracht, bei der das zuletzt so starke Offensivtrio Alexander Meier, Luc Castaignos und Haris Seferovic erst in der zweiten Hälfte seine Klasse andeutete, musste sich nach dem Gala-Auftritt gegen Köln (6:2) mit dem zweiten Unentschieden begnügen. Der Saisonstart ist mit acht Zählern aus den ersten fünf Spielen jedoch geglückt.

Veh hatte vor dem Duell mit seinem Ex-Klub gewarnt: "Sie sind wesentlich besser aufgestellt, als sie es noch im letzten Jahr waren." Mit seiner Aussage sollte er zunächst recht behalten. Insbesondere der vom VfL Wolfsburg verpflichtete Aaron Hunt verlieh dem Spiel des HSV Struktur. Immer wieder setzte der frühere Bremer geschickt die agilen Ivo Ilicevic und Nicolai Müller auf den Flügeln ein.

Doch die erste Chance gehörte den Gästen. Nach einer Ecke war Torschützenkönig Meier per Kopf zur Stelle, Müller musste für HSV-Keeper Jaroslav Drobny retten (5.). Frankfurt lauerte auf Konter, die Gastgeber blieben das aktivere Team - und hatten in der zehnten Spielminute den Torschrei auf den Lippen. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß tauchte Kapitän Johan Djourou völlig frei vor dem Tor von Lukas Hradecky auf. Doch der Schweizer scheiterte mit seinem Schuss an der Querlatte.

Die Eintracht versuchte immer öfter, mit langen Pass-Stafetten Schwung aus dem Spiel der Hanseaten zu nehmen, doch dies gelang nur phasenweise. Der auffällige Hunt zwang Hradecky per Linksschuss zu einer starken Parade (23.), auch der zuletzt treffsichere Pierre-Michel Lasogga stiftete Unruhe im Eintracht-Strafraum.

Nach dem Wechsel setzte der HSV seine Offensivbemühungen fort. Nach dynamischem Flankenlauf von Müller stand Ilicevic frei, verzog aber aus 14 Metern deutlich (49.). Im Gegenzug sorgte Stefan Reinartz per Fernschuss für die erste gefährliche Szene der Veh-Elf seit der Anfangsphase, kurz darauf folgte ein gefährlicher Kopfball von Seferovic (58.).

Nun war das Spiel deutlich offener, und Drobny musste hellwach sein. Bei einem Schuss von Meier aus kurzer Distanz rettete der Tscheche stark (62.) und leitete damit eine umkämpfte Schlussphase ein.

Beste Spieler bei den Hausherren waren Hunt und Ilicevic. Die Gäste hatten in Hradecky und Aleksandar Ignjovski auffällige Akteure.

(sid)
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