Bundesliga-Kommentar: Hannover hat ganz schlechte Karten
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 - 04:44Dortmund (RP). Mit sechs Pünktchen humpelte Hertha BSC in die Bundesliga-Rückrunde. Deshalb wurde Trainer Friedhelm Funkel milde belächelt, als er tapfer vom Klassenerhalt träumte. Wer den Vorsatz nicht mal lustig fand, der zeigte auf Zahlen. Doppelt so viele Punkte hatte der 1. FC Nürnberg, der Vorletzte.
Und in der einigermaßen sorgenfreien Zone des unteren Mittelfelds lümmelten Hannover (17) und Freiburg (18) in aller Gemütsruhe dem Klassenerhalt entgegen.
Unterdessen darf Funkel wieder leise lächeln. Denn spätestens seit Sonntag ist seine Hoffnung nicht mehr völlig verwegen. Nach dem 3:0-Erfolg in Freiburg mischt die Hertha wieder richtig mit. Nürnberg und Hannover sind nur noch zwei Punkte entfernt, Freiburg lediglich vier.
Der Trend spricht gegen Hannover und Freiburg. Während Nürnberg zaghaft Erfolgserlebnisse wie das laut bejubelte Unentschieden gegen die Über-Bayern aus München feiern kann, treten 96 und der Sportclub auf der Stelle. Hannover hat überhaupt noch keinen Zähler verbucht und Freiburg nach dem Jahreswechsel nur einen. Beide Teams sind stärker vom Sturz in die Zweite Liga bedroht als Berlin.
Die schlechtesten Karten hat Hannover, dem nicht einmal der zweite Trainerwechsel in der laufenden Saison einen Impuls gegeben hat. Vor ein paar Jahren war Klubchef Martin Kind noch mit der Mitläuferrolle im Mittelfeld unzufrieden und rief den Angriff auf Europas Plätze aus. Ein gescheitertes Experiment.
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