Niedersachsen drohen ungemütliche Weihnachten: Hannover: Rangnick dementiert Hertha-Kontakt
zuletzt aktualisiert: 15.12.2003 - 10:49Wolfsburg (rpo). Ungemütliche Weihnachten könnten auf den Bundesligisten Hannover 96 zukommen. Erst die Niederlage am Sonntag gegen Wolfsburg und der damit verbundene Sturz in den Abstiegsstrudel, jetzt die Wechselgerüchte von Trainer Rangnick zu Hertha. Doch der dementiert - erstmal.
Hannover 96 droht eine ungemütliche Weihnachtszeit. Nach der 1:2-Niederlage im Niedersachsen-Derby der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg wird die Situation immer bedrohlicher, für Unruhe sorgen außerdem Gerüchte um einen Wechsel von Trainer Ralf Rangnick zu Hertha BSC Berlin. So war weniger Rangnicks Analyse als vielmehr sein Dementi gefragt. "Nein, es gibt keinen Kontakt zu Hertha", musste der 96-Trainer gleich mehrmals versichern.
Indizien sprechen für einen Wechsel
"Ich war nicht in Berlin", betonte der angeblich Umworbene und fügte an: "Ich habe auch nicht mit Dieter Hoeneß telefoniert." An den Gerüchten und Zeitungsberichten sei nichts dran, wurde Rangnick nicht müde zu erklären. In der Tat sprechen bisher nur Indizien für einen Wechsel: Andreas Thom wird angesichts des 1:1 gegen 1860 München wohl nur ein Übergangstrainer in Berlin sein, und Rangnick hat mit dem jetzigen Hertha-Manager bereits in Stuttgart zusammengearbeitet. Rangnick, dessen Verhältnis zu 96-Präsident Martin Kind als angespannt gilt, besitzt einen Vertrag ohne Option bis 2005.
Derzeit ist Rangnick auf jeden Fall noch mit den Problemen in Hannover beschäftigt. Nach ordentlichem Saisonstart ist sein Team ins Straucheln geraten. Während die Wolfsburger von einem Platz im internationalen Wettbewerb träumen, droht Hannover wie in der vergangenen Saison der nervenaufreibende Abstiegskampf. Nur mit Glück und einem starken Marc Ziegler zwischen den Pfosten konnten die Hannoveraner eine höhere Niederlage abwenden. Vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen den VfL Bochum wächst der Druck nach zuletzt nur vier Zählern aus fünf Spielen.
Auch die VfL-Verantwortlichen hakten das hektische, aber spannende Spiel schnell ab. Die Gedanken waren bereits beim nächsten Gegner. "Das ist alles schön", sagte Manager Peter Pander, "aber erst nach dem Schalke-Spiel zählt es." Der Gast aus der Landeshauptstadt ist für den ambitionierten VfL nicht der Maßstab, sondern die Gegner im Kampf um die Plätze im UEFA-Cup wie Bochum, Schalke oder Dortmund.
Wölfe wollen auswärts Potenzial abrufen
"Wenn wir in Schalke verlieren, sieht Weihnachten nicht so schön aus", stellte Pander nüchtern fest: "Da kann es dann andere Diskussionen geben." Der unnötig mühevolle Sieg über den niedersächsischen Nachbarn, dessen Etat nur halb so groß ist, war lediglich eine Pflichtaufgabe. Doch die beste Heimmannschaft der Liga muss nach sieben Siegen in der VW-Arena endlich auswärts punkten.
"Wir müssen endlich anfangen, auswärts unser Potenzial abzurufen", forderte Röber. Dabei hofft er auf eine Verbesserung seiner Abwehr, der bisher zweitschlechtesten der Liga: "Mit der Offensive können wir mit denen oben mithalten, aber in der Defensive müssen wir uns stabilisieren." Mut macht Röber, dass sein Team zum zweiten Mal in Folge trotz eines Rückstandes noch drei Punkte holte. Nach der Führung durch Daniel Stendel (14.) drehten Baiano (29.) und der eingewechselte Martin Petrow (68.) die Partie.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

























