Ex-Fortune trifft dreimal für Stuttgart: Harniks Glück – Cacaus Frust
zuletzt aktualisiert: 13.02.2012 - 13:46Stuttgart (RPO). Mit Krisenbewältigung kennt sich Martin Harnik aus. Es war schließlich nicht die erste Flaute, die der österreichische Nationalspieler mit seinem Dreierpack gegen Hertha BSC weggewischt hat.
"Ich hatte schon öfter ein Tief. Du musst einfach die Ruhe bewahren und darfst keinen Tunnelblick kriegen", sagte Harnik nach dem 5:0-Kantersieg des VfB Stuttgart am Samstag.
Zweimal nacheinander hatte der gebürtige Hamburger zuvor mit der harten Ersatzbank vorliebnehmen müssen. Ein Platz, den Fußball-Profis in der Regel fürchterlich hassen. Aber Harnik hat einfach weitergemacht, nicht nachgelassen, darauf vertraut, dass seine Chance schnell wieder kommt. "Es hilft ja nicht, alles zu hinterfragen", meinte der 24-Jährige lapidar.
"Martin hat es sehr gut gemacht"
VfB-Trainer Bruno Labbadia war froh über seinen Schachzug und sparte nicht mit Lob. "Der Martin hat es heute sehr gut gemacht", sagte der Coach, der Harnik überdies ruhig einmal zu einem gemeinsamen Mittagessen einladen darf. Schließlich hat der Außenstürmer schon mit seinem Jokertor zum 2:2 bei Bayer Leverkusen dafür gesorgt, dass Diskussionen um den Coach zunächst im Keim erstickt wurden.
Labbadia entschied sich gegen die Berliner aber nicht nur für Harnik, sondern auch gegen Nationalspieler Cacau. Der gebürtige Brasilianer war einer der Spieler, die nach dem sehr dürftigen 0:2 im DFB-Pokal gegen Bayern München aus der Startelf rutschten. Kurzfristig ist der Weg zurück wohl auch versperrt, ließ Labbadia durchblicken.
Cacau auf dem Abstellgleis
"Momentan gibts keinen Grund, etwas zu ändern", sagte er. Für Cacau, der vor der Rückrunde schon sein Kapitänsamt verlor, ist damit nicht nur die Perspektive im Verein offen, sondern womöglich auch seine Zukunft in der DFB-Auswahl.
Harnik hat dagegen nach den Saisontoren acht, neun und zehn einmal mehr seine Wichtigkeit für die Schwaben unter Beweis gestellt. Dass das Vertrauen der Verantwortlichen ebenfalls groß ist, unterstrich Anfang des Jahres die Verlängerung seines Vertrages bis 2016. Dazu gehört Harnik inzwischen dem Mannschaftsrat an. "Er hat in der Hierarchie einen Schritt nach vorne gemacht und eine Reifeprozess durchlaufen", sagte Labbadia. Harniks Perspektive ist demnach klar, er soll einer der Fixpunkte der Stuttgarter bleiben.
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