Berlin - Karlsruhe 3:1: Hertha beendet Negativ-Serie
zuletzt aktualisiert: 03.05.2008 - 20:05Berlin (RPO). Hertha BSC Berlin hat nach dem 31. Spieltag endgültig Planungssicherheit für die kommende Saison. Die Hauptstädter entledigten sich durch ein 3:1 (2:0) gegen den Karlsruher SC aller Abstiegssorgen und beendeten die Negativ-Serie von acht sieglosen Spielen in Serie. Hertha ist nur noch theoretisch von einem Abstiegskandidaten abzufangen.
Vor 49.595 Zuschauern erzielte Gojko Kacar (25.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor, Marco Pantelic (31.), der zum zwölften Mal in der laufenden Saison traf, und Rudolf Skacel (87.) die Tore für die Hauptstädter.
Nach acht Spielen ohne Sieg wieder gewonnen und das Abstiegsgespenst aus Berlin verjagt: Bei Hertha BSC war die Erleichterung riesengroß. Wie so oft in den vergangenen Wochen ließ die Mannschaft von Trainer Lucien Favre in spielerischer Hinsicht viele Wünsche offen, doch am Ende zählte nur das nackte Ergebnis. "Wir haben schon viele unglückliche Niederlagen kassiert. Jetzt war das Glück endlich auf unserer Seite", sagte Herthas Manager Dieter Hoeneß.
Nationalspieler Arne Friedrich lieferte einen Einblick in die Gefühlslage der Spieler. "Wir haben sehr ängstlich gespielt. Man hat gesehen, dass wir uns immer noch Sorgen um den Abstieg machen mussten. Jetzt können wir aber befreit aufspielen", meinte der Nationalspieler.
Trainer Lucien Favre hatte wenig lobende Worte für die Leistung seiner Mannschaft. "Mit dem Sieg bin ich zufrieden, mit dem Spiel nicht. Karlsruhe war das bessere Team", meinte der Schweizer.
Gojko Kacar (25.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor, Marko Pantelic (31.) mit Saisontreffer Nummer zwölf und Rudolf Skacel (87.) beendeten die Berliner Misere. Edmond Kapllanis zweiten Saisontor (53.) zum zwischenzeitlichen 2:1 sorgte für Spannung bis zum Ende.
"Das ist mega-ärgerlich", sagte Karlsruhes Abwehrspieler Maik Franz. "Wir hatten sechs hochkarätige Chancen, doch wir haben uns durch eigene Fehler um den Sieg gebracht."
Karlsruhes Trainer Edmund Becker verstand nach dem Spiel die Fußball-Welt nicht mehr: "Wir waren überlegen, hatten die besseren Chancen und am Ende haben wir unverdient verloren."
Mit 42 Punkten tritt sein Team im Niemandsland der Liga weiter auf der Stelle und muss sich allmählich gedanklich vom 50-Punkte-Saisonziel lösen. "Wenn man die Chancen so leichtfertig vergibt wie wir, darf man sich am Ende nicht über die Niederlage wundern", ergänzte KSC-Manager Rolf Dohmen.
Zu allem Überfluss hatten die Gäste noch Pech mit Verletzungen. Bereits in der zwölften Minute musste Godfried Aduobe mit Verdacht auf Rippenprellung ausgewechselt und durch Michael Mutzel ersetzt werden. Andreas Görlitz kam zur zweiten Halbzeit nicht mehr zurück aufs Feld, da der ehemalige Bayern-Spieler über Magen-Darm-Probleme klagte.
Nach 20 Minuten Spielzeit sorgten die Fans der Berliner für ein Kuriosum. Mehrere Hundert Angänger verließen aus Protest die Ränge, da der Sicherheitsdienst dem KSC-Block das Ausrollen eines riesigen Banners nicht erlauben wollte.
Die KSC-Anhänger hatten das Banner zu spät angemeldet. Berlins Fans zeigten sich mit der Aktion solidarisch mit dem KSC, mit dem es seit vielen Jahren eine Fanfreundschaft gibt.
Bei den Berlinern verdienten sich Torschütze Kacar und Mineiro die Bestnoten. Bei den Gästen zeigten Iaschwilli und Hajnal die besten Leistungen.
Statistik
Berlin: Drobny - Friedrich, Simunic, von Bergen - Chahed, Kacar, Mineiro, Piszczek - Ebert (57. Skacel), Raffael (88. Lustenberger) - Pantelic (81. Dardai). - Trainer: Favre
Karlsruhe: Miller - Görlitz (46. Dick), Eggimann, Franz, Eichner - Buck (81. Porcello), Aduobe (12. Mutzel) - Iaschwili, Hajnal, Freis - Kapllani. - Trainer: Becker
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore: 1:0 Kacar (25.), 2:0 Pantelic (31.), 2:1 Kapllani (53.), 3:1 Skacel (87.)
Zuschauer: 49.595
Beste Spieler: Kacar, Mineiro - Iaschwili, Hajnal
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: Kacar (3), Simunic (5/2) - Eichner (4), Buck (2)
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