Trotz Rekordumsatzes: Hertha BSC Berlin macht Verluste
zuletzt aktualisiert: 27.11.2009 - 14:59Berlin (RPO). Der Hauptstadtklub hat in der vergangenen Bundesliga-Saison trotz eines Rekordumsatzes von 85,9 Millionen ein Minus erzielt. Den Einnahmen der Spielzeit 2008/2009 standen Ausgaben in Höhe von 87,8 Millionen Euro gegenüber, was ein Minus von 1,9 Millionen Euro macht.
Auch die Verbindlichkeiten des klammen Klubs stiegen von 29 Millionen Euro auf 33 Millionen Euro an. Allerdings betrug der Schuldenberg vor vier Jahren noch 54,4 Millionen Euro, welcher durch Kürzungen der Spielergehälter zum Teil abgebaut werden konnte.
"Wir befinden uns in einer stabilen Verfassung. Ich bin überzeugt, dass der 2005 eingeschlagene Weg alternativlos und richtig ist", sagte Herthas für Finanzen zuständige Geschäftsführer Ingo Schiller am Freitag. Vor der Saison hatte Hertha seinen Personaletat von 33,6 auf 28 Millionen Euro gesenkt und ein Transferüberschuss von fünf Millionen Euro erzielt.
In der Bilanz der laufenden Saison wird sich der derzeitig letzte Tabellenplatz des Bundesligisten finanziell aber wohl negativ bemerkbar machen. Aufgrund von sinkender TV-Einnahmen durch die schlechte Platzierung und geplanter Neueinkäufe in der Winterpause wird der Hauptstadtklub seine anvisierte ausgeglichene Bilanz am Ende des Geschäftsjahres voraussichtlich nicht halten können.
"Davon müssen wir uns vom derzeitigen Kenntnisstand wohl verabschieden", meinte Schiller drei Tage vor der Mitgliederversammlung am Montagabend. Herthas Finanzchef erklärte aber, er sei derzeit in guten Gesprächen mit möglichen Partnern.
"Die Aufgabe ist es jetzt, finanzielle Spielräume zu schaffen, um in der Winterpause in neue Spieler zu investieren." Man sei bereit, für einen begrenzten Zeitraum die Verbindlichkeiten noch einmal zu erhöhen, um den Klassenerhalt in der ersten Bundesliga zu schaffen. Spielerverkäufe in der Winterpause schloss Schiller aus. Ein Weiterkommen in der Europa League würde ungefähr eine weitere Million Euro in die Kassen spülen.
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