Trainersuche: Hertha präsentiert neuen Coach Ende Mai
zuletzt aktualisiert: 15.05.2007 - 08:13Berlin (RPO). Bundesligist Hertha BSC Berlin will Ende Mai bekannt geben, wer die "Alte Dame" im kommenden Jahr auf der Trainerbank betreut. Das gab Manager Dieter Hoeneß auf einer Versammlung des Klubs am Montag vor 1227 Mitgliedern bekannt, bei der die Spieler mit lauten Pfiffen empfangen wurden.
Dabei ließ Hoeneß offen, ob der derzeitige Coach Karsten Heine auch über diese Saison hinaus noch im Amt bleiben könnte. Der zuvor als Amateurtrainer arbeitende Heine hatte im April den entlassenen Falko Götz abgelöst.
In wirtschaftlicher Hinsicht verzeichneten die Hauptstädter einen leicht positiven Trend. Der Hauptstadt-Klub reduzierte seine Verbindlichkeiten im vergangenen Jahr um einen Betrag zwischen sieben und neun Millionen Euro.
Während der Klub zum 30. Juni 2006 mit 54 Millionen Euro belastet war, belaufen sich die Verbindlichkeiten per Stichtag zum 30. Juni 2007 auf 45 bis 47 Millionen Euro. "Wir werden unseren Plan von 46,9 Millionen Euro zum 30. Juni 2007 wohl erreichen", meinte Geschäftsführer Ingo Schiller am Montag.
Den Konsolidierungskurs will der Klub in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis Juni 2008 sollen die Verbindlichkeiten 43,4 Millionen Euro betragen. "Die wirtschaftliche Seite ist ein positives Momentum dieser Saison", meinte Schiller. In sportlicher Hinsicht hingegen hatte der Verein am Samstag nach der dritten Heimniederlage in Folge mit Platz zwölf in der Liga einen Tiefpunkt erreicht.
Der Umsatz wird für die Saison 2006/2007 66,6 Millionen Euro (Vorjahr 55 Mio.) betragen. Für die kommende Spielzeit erwartet der Verein einen leichten Rückgang auf 62,9 Millionen Euro. Hertha rechnet für die laufende Saison mit einem leichten Überschuss von rund 900.000 Euro. Im kommenden Jahr soll dieser bei 100.000 Euro liegen.
"Die Entwicklung ist gut, doch die Goldene Nadel haben wir dafür noch nicht verdient", meinte Aufsichtsrats-Vorsitzender Werner Gegenbauer. Bei den Umsatzerlösen für die kommende Saison macht der Bereich Werbung, Sponsoring und Handel mit 27,7 Millionen den Löwenanteil aus. Bei den Aufwendungen sind die Personalkosten mit 23,7 Millionen Euro der größte Posten.
Noch nicht eingerechnet in die Bilanz ist der geplante Deal mit so genannten Genussscheinen. Der Klub will Scheine im Wert von 25 Millionen Euro zeichnen lassen und verhandelt zurzeit mit einem privaten Investor. Von den 25 Millionen Euro sollen mindestens fünf in neue Spieler investiert werden, der Rest soll zur Tilgung der Schulden dienen.
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