Freiburg - Berlin 0:3: Hertha schöpft neue Hoffnung
zuletzt aktualisiert: 21.02.2010 - 17:49Freiburg (RPO). Das sah phasenweise locker und leicht aus – und zeigt, welches Potenzial eigentlich in den Fußballern von Hertha BSC Berlin steckt. Beim allerdings sehr heimschwachen SC Freiburg siegte der Tabellenletzte der Bundesliga 3:0 (2:0) und ist wieder mitten drin im Kampf um den Klassenverbleib.
Somit schöpft das Schlusslicht neue Hoffnung. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel verkürzte den Rückstand zum Relegationsplatz 16 auf zwei Punkte. Auch die Freiburger, die seit neun Spielen auf einen Sieg warten und den 15. Rang belegen, sind für die Hertha bei vier Punkten Rückstand wieder in Reichweite.
Der Kolumbianer Adrian Ramos (28.) und der Brasilianer Cicero mit einem "Doppelpack" (35. und 57.) führten die Hertha zum dritten Saisonsieg. Den Berlinern genügte bei den völlig verunsicherten Freiburgern eine durchschnittliche Leistung zum verdienten Erfolg.
Ein "spannendes Finale um den Klassenerhalt" prophezeihte Herthas Manager Michael Preetz und zeigte sich mehr als erleichtert: "Das war endlich mal ein Sonntag, mit dem man rundum zufrieden sein konnte. Das war ohne Frage ein Signal."
"Die Frage nach dem Trainer stellt sich nicht, die Mannschaft hat ein gutes Verhältnis zum Trainer, der Vorstand auch, er ist ein Fachmann und macht seine Sache sehr gut", sagte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner und stärkte Coach Robin Dutt den Rücken.
STATISTIK:
Freiburg: Pouplin - Williams (46. Caligiuri), Toprak, Barth, Bastians - Banovic, Flum (46. Jäger) - Namouchi, Makiadi (72. Schuster) - Cisse, Reisinger. - Trainer: Dutt
Berlin: Drobny - Piszczek, Friedrich, Hubnik, Kobiaschwili - Kringe, Lustenberger (79. Janker), Cicero - Raffael (84. Dardai) - Ramos (72. Wichniarek), Gekas. - Trainer: Funkel
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore: 0:1 Ramos (28.), 0:2 Cicero (35.), 0:3 Cicero (57.)
Zuschauer: 21.600
Beste Spieler: Friedrich, Cicero
Gelbe Karten: Reisinger (2), Caligiuri (3) - Lustenberger (4)
Die Berliner legten nach einer Viertelstunde ihre Verunsicherung ab. Nach einem verunglückten Schuss von Florian Kringe reagierte Theofanis Gekas am schnellsten, brachte den Ball aus kurzer Entfernung aber nicht im Tor unter. In der 28. Minute markierte Ramos per Nachschuss sein siebtes Saisontor, nachdem SC-Torhüter Simon Pouplin gegen Raffael noch pariert hatte.
Bei den Berlinern überzeugte Nationalspieler und Kapitän Arne Friedrich als umsichtiger Abwehrchef. Die Freiburger konnten sich kaum Möglichkeiten herausspielen. Einen Schuss von Papiss Cisse (18. ) blockte Fabian Lustenberger ab. Kurz vor der Pause rettete Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny gegen Stefan Reisinger (43.).
Beide Trainer hatten ihre Anfangsformationen auf jeweils vier Positionen verändert. Bei der Hertha rückten nach dem 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen Benfica Lissabon Inneverteidiger Roman Hubnik, Lustenberger, Kringe und Gekas in die Startelf. Bei Freiburg wurde der verletzte Kapitän Heiko Butscher, der in der Innenverteidigung von Oliver Barth vertreten wurde, schmerzlich vermisst. Der tunesische Nationalspieler Hamed Namouchi konnte bei seinem Debüt kaum Akzente setzen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber bis auf eine Chance durch Reisinger (48.) harmlos. Cicero machte mit seinem zweiten Saisontor alles klar. Gekas (60.) und Lukasz Piszczek (67.) hätten den Sieg für die Berliner noch höher gestalten können.
Bei Freiburg erreichte kein Spieler Erstligaformat. Beste Akteure bei den Gästen waren Doppeltorschütze Cicero und Friedrich.
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