Berlin - Frankfurt 1:0: Hertha überwintert auf Uefa-Cup-Platz
zuletzt aktualisiert: 16.12.2006 - 17:29Berlin (RPO). Christian Gimenez hat dafür gesorgt, dass Hertha BSC Berlin in der Bundesliga auf einem Uefa-Cup-Platz überwintert. Die Elf von Trainer Falko Götz setzte sich im letzten Liga-Spiel des Jahres gegen Eintracht Frankfurt nach dem fünften Saisontor des Stürmers mit 1:0 (0:0) durch und belegt mit 27 Punkten den fünften Tabellenplatz. Die Hertha ist zugleich seit dem 2. Mai 2006 (1:5 gegen Bayer Leverkusen) auf eigenem Platz ungeschlagen, wie Bayern München und Schalke 04 erreichten sie in dieser Saison 20 Punkte vor heimischem Publikum.
Eintracht Frankfurt hingegen verpasste durch die fünfte Saisonniederlage die beste Winterplatzierung seit 1993. Drei Tage nach dem unglücklichen Aus im UEFA-Cup konnten die Hessen lange Zeit mithalten, mussten aber in der zweiten Halbzeit dem hohen Tempo Tribut zollen. In den letzten elf Spielen in Berlin gab es damit für die Frankfurter die zehnte Niederlage.
Vor 42.549 Zuschauern begannen die Berliner überraschend defensiv. Mittelfeldspieler Andreas Schmidt rückte in die Abwehrkette, so dass die Frankfurter im Mittelfeld viele Räume hatten. Die erste Chance des Spiels gehörte dann auch den Frankfurtern, Benjamin Köhler tauchte in der 13. Minute alleine vor dem Hertha-Tor auf, scheiterte jedoch an Berlins Keeper Christian Fiedler.
Bei den Berlinern war die Youngster-Mittelfeldachse mit Kevin Boateng, Ashkan Dejagah und Chinedu Ede im Spielaufbau lange Zeit überfordert. Gefahr ging nur durch Einzelaktionen von Marko Pantelic aus. Zunächst scheiterte er mit einem Schuss am Pfosten (10.), dann setzte er Sturmpartner Gimenez ein (32.), doch der Argentinier schoss aus fünf Metern den auf der Linie postierten Mounir Chaftar an.
Nach dem Wechsel zeigten zunächst die Gäste den größeren Angriffswillen. Der laufstarke Kapitän Markus Weissenberger rutschte in der 48. Minute fünf Meter vor dem Tor knapp am Ball vorbei, wenige Minuten später sorgte er mit einem Distanzschuss aus 20 Metern nach einem kapitalen Fehler von Josip Simunic für großes Zittern in der Hertha-Kurve. In der 58. Minute markierte Köhler sogar ein Tor, doch Schiedsrichter Marc Seemann aus Essen entschied zu Recht auf Abseits.
Falko Götz reagierte auf die schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft und schickte in der 60. Minute Andreas Neuendorf für den harmlosen Ede aufs Feld. Wie aus heiterem Himmel fiel dann die 1: 0-Führung für die Berliner. Geschickt setzte sich in der 63. Minute Gimenez fünf Meter vor dem Tor gegen seinen Gegenspieler Aleksandar Vasoski durch und überwand den etatmäßigen Oberliga-Keeper Jan Zimmermann aus kurzer Distanz. Zimmermann war kurzfristig für den an Grippe erkrankten Markus Pröll ins Tor gerückt und machte seine Sache gut.
Bei den Berliner zeigten Pantelic und Torhüter Fiedler die besten Leistungen. Bei den Gästen verdienten sich Patrick Ochs und der fleißige Kapitän Weissenberger die Bestnoten.
Stimmen:
Trainer Falko Götz (Hertha BSC Berlin): "Wir wollten heute selbst das Spiel bestimmen, das ist uns jedoch leider nicht geglückt. Zum Glück haben wir noch zwei gute Torjäger, auf die man sich verlassen kann. Wir sind jetzt Fünfter und können mit dem Erreichten in der Hinrunde zufrieden sein."
Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): "Wir haben heute verloren, weil wir unsere Torchancen nicht genutzt haben. Unsere gute Leistung wurde nicht belohnt. Jetzt müssen wir unsere Kräfte bündeln, um im DFB-Pokal die nächste Runde zu erreichen. Die Mannschaft hat sich in Berlin gut verkauft, aber leider standen wir am Ende wieder mit leeren Händen da."
Statistik:
Berlin: Fiedler - Friedrich, Schmidt, Simunic, Gilberto (83. Cairo) - Dardai - Dejagah (77. Fathi), Boateng, Ede (60. Neuendorf) - Pantelic, Gimenez. - Trainer: Götz
Frankfurt: Zimmermann - Rehmer, Kyrgiakos, Vasoski, Chaftar - Ochs, Huggel, Meier, Köhler - Weissenberger (81. Chris) - Takahara (62. Thurk). - Trainer: Funkel
Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Tor: 1:0 Gimenez (63.)
Zuschauer: 42.549
Beste Spieler: Fiedler, Pantelic - Ochs, Weissenberger
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: Simunic (2), Dardai (4), Fathi (4) -
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