Kritik an Bayern-Vorstand: Hoeneß: "Lahm wird das noch bedauern!"
zuletzt aktualisiert: 07.11.2009 - 18:12Düsseldorf/München (RPO). Mit hochrotem Kopf trat Uli Hoeneß vor die Kamera. Der Manager des FC Bayern München war stinksauer auf Philipp Lahm. Der Nationalverteidiger hatte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" massive Kritik an der Transferpolitik des Rekordmeisters geübt. Hoeneß kündigte Konsequenzen an.
"Das war nicht klug von ihm. Das hätte er besser nicht getan. Sie können versichert sein, dass er dieses Interview noch bedauern wird", sagte Hoeneß nach dem mageren 1:1-Unentschieden der Bayern gegen Schalke 04 am zwölften Bundesliga-Spieltag.
Lahm hatte in dem Interview gesagt, dass die Bayern vor allem im internationalen Vergleich hinterherhinken. "International brauchst du eben mindestens acht Spieler, die auf ihrer Position ausgebildet sind, Sicherheit haben und damit konkurrenzfähig sind", sagte Lahm: "Ich sehe diese acht Spieler nicht bei uns nicht, und das liegt nicht an den Spielern, sondern an der fehlenden Philosophie über die letzten Jahre."
Als besondere Schwachstelle des Teams sieht der Außenverteidiger besonders das Mittelfeld an. "Wen soll man denn anspielen? Wo ist jemand, der mal was bewegt, der den Ball zur Seite mitnimmt, nach vorne schaut und irgendwie den Ball durchsteckt, dass man nachrücken kann? Das passiert bei uns kaum."
Lahm gab das Interview ohne Zustimmung des Vereins. Keiner der Bayern-Verantwortlichen bekam die Antworten Lahms vor der Veröffentlichung zu sehen. Welche Konsequenzen die Bayern gegen Lahm nun ziehen, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass es ungemütliche Tage für den sonst so ruhigen Verteidiger werden. Womöglich ist es mit einer Geldstrafe nicht getan.
Das komplette Interview mit Philipp Lahm lesen Sie hier!
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